DRK-Helfer nehmen in der Schwarzwaldwerkstatt Corona-Tests vor. Bisher waren alle negativ.Foto: DRK Foto: Schwarzwälder Bote

Testzentrum: Geschäftsführer zieht positives Zwischenfazit

Dornstetten. Das kommunale Testzentrum auf dem Gelände der Schwarzwaldwerkstatt läuft auf Hochtouren. Seit gut zwei Wochen können sich die Einwohner von Dornstetten und Schopfloch dort einmal pro Woche kostenlos testen lassen. Von Montag bis Samstag stehen die Helfer in mehreren Zeitabschnitten bereit.

Seit der Öffnung am 10. März wurden knapp 200 Personen getestet. Alle Ergebnisse fielen negativ aus. Die Gemeinde Schopfloch verfügt zwar mittlerweile über ein eigenes Testzentrum, doch nach Dornstetten dürfen die Schopflocher auch weiterhin kommen.

Schon früh habe sich die Schwarzwaldwerkstatt beim Kreis und bei der Stadt als Testzentrum angeboten, so Ralph Uth, der Geschäftsführer der Schwarzwaldwerkstatt. Ein Pluspunkt bei der Schwarzwaldwerkstatt war, dass sie dank der hauseigenen Tests bereits über die nötige Logistik und das notwendige Wissen verfügt habe.

Hilfe erhält die Schwarzwaldwerkstatt von der Stadtapotheke Dornstetten und dem DRK-Ortsverein Dornstetten-Glatten-Schopfloch. Der Ortsverein übernimmt die Tests am Samstag, die Werkstatt und die Apotheke teilen sich die Termine unter der Woche.

Derzeit geht es noch tief in die Nase

Zum Einsatz kommt noch der herkömmliche Test, bei dem das Wattestäbchen tief in die Nase gesteckt wird. "Die neuen, angenehmeren Tests haben wir teilweise schon im Haus und benutzen sie für empfindliche Personen", so Uth.

Der Geschäftsführer rechnet damit, dass sich demnächst wieder mehr Menschen testen lassen wollen, da auch die Inzidenz steige. "Wir sehen uns selber als kleines Bausteinchen. Wir werden das aber natürlich nicht immer weiter ausbauen. Irgendwann reichen die Kapazitäten nicht mehr aus", sagt Uth angesichts des Beispiels von Tübingen, wo die Einwohner einen negativen Test vorlegen können und dann wieder in Kinos oder Gastronomie-Betriebe dürfen. Eine solche Regelung erfordere logischerweise eine große Masse an Tests.

Viele positive Rückmeldungen

Vor der Öffnung des Zentrums mussten zunächst die logistischen Rahmenbedingungen wie Laufwege geklärt werden. Zudem werden die Angestellten der Schwarzwaldwerkstatt und die Bürger von Dornstetten und Schopfloch getrennt voneinander getestet.

Mit Blick auf die Zukunft erhofft sich Uth ein Modell, das mehrere Kommunen und Landkreise zusammenführt: "Aktuell ist das sehr kleinstadtorientiert. Die Kommunen bleiben ja am Ende nicht nur unter sich."

Nach gut zwei Wochen Testzeit kann der Geschäftsführer aber ein positives Zwischenfazit ziehen: "Wir bekommen sehr viel positive Rückmeldung. Da ist auch ein Stück Dankbarkeit für unsere Arbeit dabei."

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