Vor seiner Sitzung – und zwei Tage nach der Gemeinderatssitzung – sah sich der Kindergartenausschuss den Neubau an und überzeugte sich vom Fortschritt. Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder Bote

Betreuung: In Hallwangen werden künftig auch Zweijährige aufgenommen / Rat stimmt Gruppeneinteilung und Beiträgen zu

Allmählich rückt die Zielgerade beim Neubau des Hallwanger Kindergartens in Sichtweite. Der Dornstetter Gemeinderat fasste dazu in seiner jüngsten Sitzung gleich mehrere Beschlüsse – und bekam eine positive Nachricht übermittelt.

Dornstetten. En bloc und einstimmig beschloss der Rat, dass der neue Kindergarten in Hallwangen erstens am 6. September öffnen soll, dass es zweitens eine Regelgruppe, zwei Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten (VÖ) sowie eine altersgemischte Gruppe für die Aufnahme von Kindern zwischen zwei und sechs Jahren geben wird und dass drittens Personal für die neue Gruppe eingestellt wird.

In einer weiteren Abstimmung entschied das Gremium letztlich mit elf Ja- und vier Nein-Stimmen sowie drei Enthaltungen, dass der Beitrag für Kinder unter drei Jahren in der altersgemischten Gruppe auf den doppelten VÖ-Betrag festgelegt wird.

Förderbescheid über 132 000 Euro

Dies sei, so betonte Bürgermeister Bernhard Haas, auch bereits in kirchlichen Kindergärten üblich. Haas hatte außerdem Erfreuliches zu verkünden: Ein Zuwendungsantrag in Sachen Kinderbetreuungsfinanzierung, eigentlich ausfinanziert, sei coronabedingt erweitert worden, und nun liege der Stadt ein Förderbescheid in Höhe von 132 000 Euro vor.

Oliver Zwecker hatte einige Details zum neuen Kindergarten mit insgesamt maximal 100 Plätzen parat. Das städtische Kindergartenangebot habe bislang Regelplätze umfasst, so der Hauptamtsleiter. Neu seien nun die beiden anderen genannten Gruppen. So gebe es eine Gruppe mit 28 Regelplätzen, zwei VÖ-Gruppen mit je 25 Plätzen und eine altersgemischte Gruppe mit 22 Plätzen. Dadurch, dass künftig Kinder ab zwei Jahren aufgenommen werden könnten, werde man dem entsprechenden Bedarf gerecht. Eine Umfrage mit rund 50-prozentigem Rücklauf habe diesen belegt. Das dazu zusätzlich benötigte Personal und die entsprechenden Kosten seien im Haushalt eingeplant.

Zudem sei zu berücksichtigen, so Zwecker weiter, dass Kinder unter drei Jahren rechnerisch zwei Plätze belegten. Entsprechend sollte der Beitrag für diese Zeit bis zum dritten Lebensjahr auch höher sein. Wenn die Kinder in der letztgenannten Gruppe dann drei Jahre alt seien, reduziere sich der Betrag automatisch auf den einfachen VÖ-Betrag. Insgesamt müsse, bedingt durch die Änderung bei den Gruppen, die Betriebserlaubnis für den Kindergarten geändert werden. Das verursacht laut Zwecker aber keine Kosten. Ein zum wiederholten Mal gestellter Antrag von Christa Dengler (SPD), den Kindergartenbeitrag für das letzte Jahr generell abzuschaffen, wurde vom Gremium erneut abgelehnt.

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