Stets engagiert und gut gelaunt: So kennt man Hans Lambacher. Foto: Günther Foto: Schwarzwälder Bote

Jubilar: Hans Lambacher feiert seinen 80. Geburtstag mit vielen Gästen / Seit Jahrzehnten vielfältig engagiert

Seine 80 Jahre sieht und vor allem merkt man dem rührigen Jubilar nicht an. Dabei stimmt das Alter: Hans Lambacher wurde am 3. März 1939 in Heilbronn geboren.

Dornstetten-Aach. Seine Mutter Marie Lambacher, geborene Weinmann, stammte aus Aach, der Vater aus Heilbronn. Aber der kleine Hans blieb nicht lange im Unterland. Bereits in den Kriegsjahren wurde er mit seiner Mutter nach Aach – ins Haus seiner Großeltern – evakuiert.

Hans Lambacher erlernte den Beruf des Schlossers und war viele Jahre lang bei der Firma Bürkle in Freudenstadt beschäftigt. Von Anfang an setzte er sich als Jugendvertreter und Betriebsrat für gerechte Arbeitsbedingungen sowie für die Verbesserung der Berufsausbildung ein. Kein Wunder, dass er ab 1972 als hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär tätig war.

Auch auf Landesebene war er für den Deutschen Gewerkschaftsbund in Stuttgart zunächst für die Jugendarbeit zuständig, später ferner für berufliche Bildung und Bildungspolitik. Zudem war Lambacher Mitglied des Verwaltungsrats der Bundesanstalt für Arbeit. Ab 1985 kam die grenzübergreifende Gewerkschaftsarbeit hinzu.

Ortschaftsrat profitiert auch von seinem Garten

Von 1969 bis 1972 wohnte Hans Lambacher zusammen mit seiner Frau Mami in Freudenstadt. Es folgte der Umzug nach Schorndorf, wo die junge Familie mit den zwei kleinen Kindern viele Jahre lang wohnte. Seit 2003 lebt das Ehepaar Lambacher wieder in Aach. Seither bringt sich Hans Lambacher nach Kräften kommunalpolitisch ein.

Sein ehrenamtliches Engagement würdigten bei seinem großen Geburtstagsempfang viele Redner. Walter Trefz ging auf die vielfachen Verdienste des Jubilars ein. Sei es, dass dieser sich beim Freudenstädter Sommertheater viele Jahre lang engagierte und mit seiner Paraderolle als Major von Raben noch heute unvergessen sei. Sei es sein Einsatz für das Aktionsbündnis "Atomkraft? Nein danke", seine Teilnahme an den Mahnwachen, sein Engagement bei der Bürgerinitiative Mobilfunk oder auch durch viele heimatgeschichtliche Artikel im Jahrbuch. Unverzichtbar sei auch, so Trefz weiter, dass Lambacher mit vielen Leserbriefen aufzeige, "was man alles besser machen kann" und diese Anliegen engagiert und fachkundig vorbringe. Lambacher sei jemand, der seine Stimme erhebt, um auf Missstände hinzuweisen.

Auch sein früherer Gewerkschaftskollege Gerard Wurtz aus dem Elsass bescheinigte dem Jubilar in seiner Ansprache, dass dieser gemeinsam mit ihm in vielen gesellschaftlichen Feldern "Brücken über den Rhein" gebaut habe.

Paul Schobel, Betriebsseelsorger und bekannt als Rundfunk- und Fernsehpfarrer, dankte Lambacher dafür, dass dieser "in allen politischen Kämpfen Mensch geblieben ist". Dass dies so ist, zeigte auch der Wunsch des Jubilars an seine Gäste: Er bat darum, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen für zwei Hilfsprojekte in Afrika zu spenden.

Ortsvorsteher Hermann Friedrich ging mit seinen Ortschaftsräten in heiterer Form auf die Stärken und das Engagement des Geehrten ein und dankte für dessen anhaltendes engagiertes Mitwirken im Ortschaftsrat. Dass sich dieses Engagement bis zum Verschenken der Erzeugnisse seines großen Gemüsegartens erstreckt, wurde lobend erwähnt. Mit launigen und auch nachdenklichen Worten dankte der Jubilar den Festgästen. Sein mahnendes Resümee "Es wird derzeit viel mehr Hirnschmalz verbraten, die Welt zu vernichten, als sie zu befrieden" regte noch zu vielen Diskussionen an.