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Dornstetten Jetzt läuft alles rund – mit neuem Haltepunkt

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Freudengesänge in Aach sowie Feste in Eutingen und Dornstetten: Die drei neuen Bahnhaltepunkte wurden am Sonntag mit Verkehrsminister Winfried Hermann, zahlreichen Festgästen und kostenlosen Testfahrten offiziell in Betrieb genommen.

Kreis Freudenstadt. Für Regionalleiter Michael Kroh von der DB Station und Service ist die Fertigstellung der neuen Haltepunkte in Dornstetten-Aach, Dornstetten und Eutingen-Nord ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die ganze Region. Auch beim Technischen Geschäftsführer der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG), Ascar Egerer, war die Freude groß, das die drei neuen Haltepunkte pünktlich zum großen Fahrplanwechsel fertiggestellt werden konnten. Hier ging ein großer Dank vom Geschäftsführer der AVG an alle beteiligten Mitarbeiter und Firmen, die diese Baumaßnahme realisiert haben.

Vorgezogenes Geschenk für die Region

Wie alle weitere Festredner später, betonte Egerer, dass die Bürger in Dornstetten und Eutingen nun einen komfortablen und barrierefreien Zugang zum leistungsfähigen Stadtbahnnetz der AVG erhalten hätten. So seien die drei Haltepunkte je über einen 140 Meter langen Bahnsteig und sowohl mit einer Zugangstreppe als auch einer Rampe versehen. Die Infrastruktur mit einem Gesamtvolumen von knapp fünf Millionen Euro wird vom Bund und vom Land Baden-Württemberg gefördert, die zusammen 85 Prozent der Baukosten übernehmen. Den restlichen Anteil tragen die Kommunen Dornstetten und Eutingen.

Zum großen Bahnhof in Dornstetten und Eutingen war auch Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann gekommen, um mit Landrat Klaus Michael Rückert sowie den Bürgermeistern Armin Jöchle (Eutingen) und Bernhard Haas (Dornstetten) die neuen Haltepunkte offiziell ihrer Bestimmung zu übergeben. Angereist waren der Landtagsabgeordnete Norbert Beck, zahlreiche Bürgermeister sowie Vertreter des Kreistags mit einem Sonderzug der AVG. Der war am Freudenstädter Hauptbahnhof gestartet und hatte erstmals am neuen Haltepunkt in Aach gestoppt. Dort stiegen – wie am neuen Dornstetter Haltepunkt – zahlreiche Gäste mit ein. Sie wurden im vorderen Teil der Stadtbahn launig von der Stadtkapelle Dornstetten unterhalten.

In Eutingen-Nord wurden die Gäste von strömendem Regen empfangen. Das aufgebaute Zelt platze nahezu aus allen Nähten. Da war selbst der Landes-Verkehrsminister platt. "Ich hab noch nie in einem solch vollem Zelt gesprochen", so ein beeindruckter Hermann. Bürgermeister Jöchle dankte Landrat Rückert, der es geschafft habe, aus dem Verschiebebahnhof zwischen Nahverkehrsgesellschaft, der Deutschen Bahn, AVG und Land heraus die entscheidenden Weichen für die Haltepunkte zu stellen. Hierzu haben auch Jöchle selbst und Bürgermeister Bernhard Haas in den vergangenen zweieinhalb Jahren mit beigetragen. Jöchle dankte der Musikkapelle Eutingen und dem Musikverein "Eintracht" Göttelfingen die die Feier in Eutingen umrahmten. Es gehe eine lange Zeit des Wartens zu Ende, und ein neues Kapitel der Eisenbahngeschichte in Eutingen werde geschrieben.

Interessante Fakten der Eisenbahngeschichte hatte Jöchle parat. Diese hatte Ortshistoriker Willi Schaupp im Staatsarchiv gefunden. Für den Haltepunkt habe die Gemeinde 490 000 Euro mitfinanziert. "Das ist viel, aber gut angelegtes Geld für eine umweltfreundliche Mobilität", sagte Jöchle. An beiden Haltepunkten betonte der Verkehrsminister die gute Anbindung der Bahnstrecke in Richtung Stuttgart und Karlsruhe. Dem Land sei es wichtig, den Öffentlichen Nahverkehr weiter zu stärken und auszubauen. Landrat Rückert dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Er betonte die Wichtigkeit des "Freudenstädter Sterns" für den Landkreis. Man wolle die Mobilität im Landkreis weiter verbessern und Züge, Busse, Taxis aufeinander abstimmen. Dazu plane der Landkreis eine App (wir berichteten).

Auf die Vorgeschichte der Dornstetter Haltepunkte ging Bürgermeister Haas im ebenso voll besetzten Zelt in seiner Stadt ein. Ein Dankeschön ging an den Landtagsabgeordneten Norbert Beck, der durch seinen Vorstoß beim Ministerium im Sommer 2017 einen wichtigen Beitrag geleistet habe. Haas ging auch auf die langen Jahre der Festlegung für die Haltepunkte ein. Er dankte allen Anwohnern für ihr Verständnis während der Bauzeit. 1,9 Millionen habe die Stadt Dornstetten in die Infrastruktur investiert. Einig waren sich alle Ehrengäste und Redner, das mit den neuen Haltepunkten ein neues und positives Zeitalter auf der Gäubahn angebrochen sei

Auch in Aach wurde der Bahnhaltepunkt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht. Der Aacher Fanfarenzug umrahmte die Feier. Eingeweiht wurde der Haltepunkt vor allem aber unter dem großem Jubel der zahlreich versammelten Aacher, die sich gegenseitig dazu zu gratulieren schienen, das große Ziel erreicht zu haben. "Was lange währt, wird endlich gut. Wir sind jetzt glücklich und zufrieden", fasste Bürgermeister Haas zusammen. "Wir haben immer daran geglaubt und nie aufgegeben", beschrieb Ortschaftsrat Karlheinz Raisch strahlend die Gemütslage der zahlreichen Mitstreiter der Initiative "Pro Haltepunkt Aach". Zur Verdeutlichung ihres Durchhaltevermögens hatten deren Mitstreiter eine große Plakatwand mit Presseartikel der vergangenen Jahrzehnte zum geplanten Bahnhaltepunkt aufgebaut.

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