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Dornstetten Ideenspinnen auf dem Roten Sofa

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Zum Abschluss aufs Rote Sofa. Die Steuerungsgruppe der Entwicklungsoffensive Dornstetten hat ihre Arbeit mit großen Schritten wieder aufgenommen. Foto: Aprinum Foto: Schwarzwälder Bote

Die Corona-Pause gab der Steuerungsgruppe Luft, an der Aufgabenliste zur Entwicklungsoffensive Dornstetten zu arbeiten. Ein markantes Ergebnis ist nun auf dem Marktplatz zu sehen. Doch es gibt noch weitere Themen, vor allem in der Tourismusentwicklung.

Dornstetten. In der ersten Sitzung nach den bislang strengsten Corona-Beschränkungen nahm die Steuerungsgruppe die Aufgabenliste in Angriff. Es war das erste persönliche Zusammentreffen von Steuerungsgruppe, Stadtverwaltung und Koordinatorin seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Entsprechend gut und motiviert war laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung die Laune unter den Teilnehmern, die sich in ausreichendem Sicherheitsabstand an den Tischen im Bürgersaal des Rathauses verteilt hatten.

Seit dem Jahr 2016 werden in dieser Runde die Maßnahmen des Stadtentwicklungskonzepts umgesetzt. Drei große Aufgaben stehen jetzt noch im Raum: ein Vermarktungskonzept für den Wirtschaftsstandort, die Ausarbeitung des touristischen Profils der Stadt und die Überarbeitung des bestehenden Tourismuskonzepts.

Angesichts der noch nicht absehbaren finanziellen Folgen der Corona-Pandemie hatte Bürgermeister Bernhard Haas schon früh angekündigt: "Wir werden die Maßnahmen vielleicht nicht so umsetzen können, wie wir es ursprünglich vorgesehen hatten." Doch, so heißt es weiter in der Mitteilung der Stadt, es habe sich gezeigt: Es gebe Wege – und Dornstetten werde die Aufgaben angehen.

Viel Lob für Ellen Brede und ihr Team

Viele der im Entwicklungskonzept festgehaltenen Aufgaben für das Vermarktungskonzept des Wirtschaftsstandorts Dornstetten wurden in den vergangenen Jahren auf verschiedenen Wegen im Rahmen der Wirtschaftsförderung aufgegriffen. "Wir legen den Schwerpunkt auf Bestandspflege und Vernetzung", erklärt Ellen Brede, Leiterin der Wirtschaftsförderung, Tourist Information und Stadtentwicklung. Aktuell gebe es noch vier Ladenleerstände in Dornstetten, die Gewerbeflächen seien alle vergeben. Die Vermarktung laufe erfolgreich. Bei verschiedenen Angeboten kommen Unternehmer und Verwaltung regelmäßig zum Austausch zusammen. "Wir haben ein gutes Netzwerk", erklärt Bürgermeister Haas. "Dadurch können wir Veränderungstendenzen frühzeitig erkennen und reagieren."

Aus der Steuerungsgruppe erhielt die Arbeit von Ellen Brede und ihrem Team viel Lob. Der Weg sei gut, man habe viele Fortschritte gemacht. Das Gremium beschloss, das Vermarktungskonzept des Wirtschaftsstandorts so weiterzuführen. In einem Jahr will man wieder eine Bestandsaufnahme machen.

Größer sieht die Baustelle im Tourismus aus. Dornstetten hat hier große Umbrüche erlebt. Im Rahmen der Entwicklungsoffensive wurde der Verwaltung 2016 ins Aufgabenbuch geschrieben, ein klares touristisches Profil zu entwickeln und das bestehende Konzept zu überarbeiten. Im Mittelpunkt stehen eine Zielgruppenanalyse, die Ausarbeitung der Besonderheiten Dornstettens und die Entwicklung einer zielgruppengerechten Ansprache. Außerdem sollen die Kooperationen im Tourismusmarketing ausgebaut werden.

Fachdienstleister sind gar nicht notwendig

Ursprünglich war angedacht, dafür wieder Fachdienstleister ins Boot zu holen – ein Plan, der angesichts der ungewissen Haushaltslage in naher Zukunft nicht realisierbar ist. Nach ausgiebigen Überlegungen in Verwaltung und Steuerungsgruppe zeigte sich: Es ist auch gar nicht notwendig. "Wir haben die Leute und Kompetenzen inzwischen im Haus", erklärt Ellen Brede mit Blick auf die Mitarbeiterentwicklung der vergangenen Jahre. Die Steuerungsgruppe teilt diese Sicht.

Die letzte große Maßnahme im Aufgabenkatalog der Entwicklungsoffensive wird deshalb mit eigenen Ressourcen und Kompetenzen angegangen. Die Steuerungsgruppe beschloss, dafür nach den Sommerferien eine erste Arbeitssitzung zu halten, bei der ein Fahrplan erstellt und die Aufgaben geplant werden. Angedacht sind die Gründung eines Arbeitskreises und das Einbinden weiterer Akteure und Institutionen aus der Stadt. Das Team der Tourist Information nimmt über den Sommer eine Bestandsaufnahme des bisherigen Tourismuskonzepts und der Maßnahmen vor und bereitet diese als Ausgangsbasis für die weitere Planung auf.

Zum Abschluss nahm die Steuerungsgruppe den neuesten Baustein in der Entwicklungsoffensive in Augenschein: das Rote Sofa auf dem Marktplatz. Die Idee dazu stammte vom Projektteam "Ideenstube". Das Rote Sofa soll künftig ein Kommunikationsort sein, wo man sich hinsetzen, unterhalten oder Ideen spinnen kann – die dann an die Stadt gereicht werden dürfen. Joachim Lehmann, einer der Initiatoren und Leiter der Ideenstube, erklärte, die Ideenstube plane künftig in regelmäßigen Abständen auf dem Roten Sofa präsent zu sein. Die Bürger seien eingeladen dazuzukommen. Die großzügigen Sitzflächen auf dem massiven Paletten-Sofa erlauben Plaudereien mit Sicherheitsabstand.

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