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Dornstetten Gipfelstürmern winkt das Glück

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Gemeinsam schaffen, ein Ziel ins Auge fassen und es konzentriert ansteuern: Das ermöglicht der Bau von zwei Holzkanus in einem Gipfelstürmer-Projekt. Foto: Eigen-Sinn Foto: Schwarzwälder Bote

In einer alten Garage der Firma Nestle ist es ziemlich klebrig. Frisch aufgetragener Leim an dünnen Holzleisten droht sich auf die Kleider der jungen Leute zu übertragen, manche haben sich in Ganzkörper-Schutzanzüge gehüllt. An ihrer Begeisterung ändert das nichts.

Dornstetten/Freudenstadt. In einem Gipfelstürmer-Projekt werkelt an diesem Nachmittag ein gutes halbes Dutzend Jungs an zwei Kanus, die filigran wie das Grätenskelett großer Fische auf hohen Holzböcken liegen und, geklammert mit etlichen Schraubzwingen, vor sich hin kleben.

Das Projekt "Kanu schaffen" ist vorangeschritten. Ende Januar hat es der Dornstetter Unternehmer Stephan Klumpp (48), Inhaber der Firma Proplas GmbH, zusammen mit der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn in einer bemerkenswerten Auftaktveranstaltung auf den Weg gebracht. Zusammen mit Erwachsenen gibt es Kindern aus der Villa Sonnenheim, dem i-Tüpfelchen und der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn die Möglichkeit, sich selbst unter Anleitung von Erwachsenen zwei Kanus zu bauen, um diese später für Paddeltouren zu Wasser zu lassen (wir berichteten).

Kinder können dabei, so seinerzeit Stephan Klumpp, die Erfahrung machen, mit eigenen Händen etwas Bleibendes zu schaffen, ein Ziel ins Auge zu fassen und es gemeinsam anzusteuern. Stephan Klumpp nennt das ein Gipfelstürmer-Projekt, für das er Mut, Ausdauer und Schweiß einfordert und dafür Erfolg, gute Aussicht und Glücksgefühl verspricht.

22 Mädchen und Jungen haben sich freiwillig für dieses Projekt gemeldet. Sie wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt, die jede Woche, auch mal samstags und in den Ferien, arbeiten. Zunächst musste die Bastel-Garage vorbereitet, mussten die Böcke für die Kanus gezimmert werden.

Dietmar Sipple und Florian Bukowski sind Arbeitserzieher, die das Projekt in die Hände genommen haben. Beide sind gelernte Schreiner, beide haben schnell einen Bootsbaukurs absolviert, aber für beide sind es auch die ersten selbstgebauten Kanus. Sie werden ganz aus Holz gesägt sein, nur die beiden Sitze für jedes Schiffchen werden aus Autogurten geflochten.

"Mit großen Holzplatten haben wir angefangen", sagt Florian Bukowski und lacht, inzwischen zeichnen sich die Körper der Kanus und ihre Holzrippen, in der Fachsprache "Mallen" genannt, ab. Die Kinder sind mit vollem Einsatz dabei. "Alle machen toll mit und helfen sich auch untereinander", so Bukowski.

Wenn die Konzentration nachlässt, werden Spiele gemacht, man tobt sich auf der Wiese vor der Garage aus, und das gemeinsame "Veschpern" ist auch wichtig. Fast immer schaut Stephan Klumpp nach Feierabend vorbei, legt mit Hand an und motiviert, wo’s nötig ist. Ab und zu lassen sich auch mal Väter sehen.

Mehrtägige Bootstour in den Sommerferien

Alle freuen sich auf den Moment, wenn die selbst gebauten Kanus zu Wasser gelassen werden. Das soll bei der Erzgrube geschehen. "Vor den Sommerferien müssen wir fertig sein", drückt der zehnjährige Nick aufs Tempo. Dann ist nämlich eine mehrtägige Bootstour geplant. Er erzählt, dass auch schon sein Vater gekommen sei und mitgeschafft habe. Auf die Bootstour freut sich auch der 15-jährige Leon, während er mit einem Schaber unverdrossen angetrockneten Leim von den Flanken eines halbfertigen Kanurumpfs kratzt. Er ist bei fast jedem "Kanu schaffen"- Einsatz dabei und fühlt sich bereits als Fachmann.

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