Die Stadt Dornstetten entwickelt ein neues touristisches Konzept. Die Bürger sollen eingebunden werden – unter anderem über einen Wettbewerb. Foto: Stadt Dornstetten Foto: Schwarzwälder Bote

TourismuskonzeptStadt bindet Bürger ein und startet Wettbewerb / Ziel: Angebot für Einwohner und Gäste

Das Entwickeln eines touristischen Profils und Überarbeiten des Tourismusmarketings ist eine der letzten Aufgaben im Maßnahmenkatalog der Entwicklungsoffensive Dornstetten. Steuerungsgruppe und Stadt entschieden, sie mit eigenen Experten zu bearbeiten – und Bürger einzubeziehen.

Dornstetten. Den ersten Schritt zum neuen Tourismuskonzept bildet im Frühjahr ein Wettbewerb für Insider-Tipps. "Dornstetten hat sich in den letzten Jahren zum Ziel für Kurzreisen und Tagestouristen entwickelt", wird Ellen Brede, Leiterin der Tourist-Information und Stadtentwicklung, in einer Mitteilung der Stadt zitiert. Darauf wolle sich Dornstetten mit einem neuen Konzept ausrichten und auch Bürger sowie Besucher aus dem Umland besser bedienen. "Wir möchten neue Angebote entwickeln, die Gästen wie auch Bürgern gefallen", betont Brede.

Gerade die Bürger sollen bei der Überarbeitung des touristischen Angebots eng eingebunden werden. Dies begann mit der Steuerungsgruppe der Entwicklungsoffensive, die die Startplanung der Maßnahme übernommen hatte. Parallel dazu wurde der Dialog mit den Gastronomen und den Gastgebern aufgenommen.

Ein zentraler Baustein in der Entwicklung eines neuen touristischen Konzepts ist die Erhöhung der Angebotsqualität. Dabei sollen verschiedene Angebotspakete für einen Besuch in Dornstetten konzipiert werden, die durch die Stadt leiten und sie in ihren Facetten "erlebbar machen". Hier kommen auch die Bürger zum Zug. "Gäste suchen heute Erlebnisse abseits des Offensichtlichen", sagt Brede. "Wir möchten deshalb die Bürger und ihr Insider-Wissen von Dornstetten in die Angebotskonzeption einbinden." Nach dem Prinzip: von Dornstettern für Dornstetten.

Ende April startet die Stadt einen Wettbewerb, bei dem die Bürger unter dem Titel "Dornstetter Trip-Tipp" Vorschläge für die Gestaltung eines Tages in Dornstetten einreichen können. "Es wird Fragen zu verschiedenen Zielgruppen geben, aus denen man wählen kann", erklärt Brede. Eine Jury aus Gastro- und Tourismusanbietern, Gästeführern und Bürgern bewertet die Einsendungen. Den Gewinnern winken Preise. Zudem wird eine Stadtwette ausgelobt. "Sollten wir mehr als 100 Trip-Tipps erhalten, wird es einen Stadtpreis geben", kündigt Bürgermeister Bernhard Haas an. Den Preis hat die Steuerungsgruppe ausgewählt: eine Schaukelbank für einen von Dornstettens Aussichtspunkten.

Den etwas anderen Ansatz zur Entwicklung eines touristischen Angebots hätten Stadtverwaltung und Steuerungsgruppe gemeinsam beschlossen, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Gedanke dahinter: "Niemand kennt die Stadt besser als die Bürger selbst", erklärt die Koordinatorin der Entwicklungsoffensive, Tina Eberhardt von Aprinum. "Da ist es konsequent, die Bürger bei der Entwicklung neuer touristischer Angebote eng einzubinden."

Neue Beschilderung bis zum Sommer

Ab dem Sommer sollen aus den Trip-Tipps Angebots-Pakete und darauf basierend ein neues Marketingkonzept entwickelt werden. Auch dabei setzen Steuerungsgruppe und Stadtverwaltung auf eigene Ressourcen. "Wir haben ein sehr gut aufgestelltes Team im Tourismus, das über die Expertise für die Entwicklung einer touristischen Neukonzeption verfügt", sagt Bürgermeister Haas – auch mit Blick darauf, dass die Spätfolgen der Corona-Pandemie den finanziellen Spielraum für Fremdvergaben künftig einschränken werden.

Nach Ostern wird der Wettbewerb öffentlich ausgeschrieben, samt Anleitung zur Teilnahme und Teilnahmebedingungen. "Wir werden den Wettbewerb crossmedial gestalten, sodass alle Bürger daran teilnehmen können", betont Ellen Brede.

Ein weiterer Schritt bei der Überarbeitung des Tourismusmarketings befinde sich bereits in Umsetzung, so die Stadt: die Erneuerung der Beschilderung in und um Dornstetten. Im Sommer soll dieser abgeschlossen sein.

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