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Dornstetten Die neue Brücke ist ein Kompromiss

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Ab Mitte September kann die neue Brücke am Walkenrain befahren werden. Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder Bote

Im Januar 2018 hatte Hochwasser die Brücke am Walkenrain in Aach einfach weggespült. Die Anwohner konnten ihr Haus nur noch über einen Schotterweg erreichen – bis sich die Behelfsbrücke des THW über den Bach spannte. Jetzt wurde sie durch eine neue, stabile Brücke ersetzt.

Dornstetten-Aach. Die alte Brücke mit Stahlträgern und Holzbohlen war für das Überschwemmungsgebiet nicht ausgelegt, erklärt der Leiter des Bauverwaltungsamts der Stadt Dornstetten, Alexander Mönch, auf Anfrage unserer Zeitung. Sie hatte aber Bestandsschutz und durfte nur von Fahrzeugen bis maximal 3,5 Tonnen befahren werden. Nach dem Hochwasser habe das THW schnell reagiert und eine Behelfsbrücke aufgebaut, erinnert sich Mönch.

Die neue Brücke, die rund 110 000 Euro kostet und für die die Stadt keinerlei Fördermittel erhält, muss nun allerdings den Hochwasserbestimmungen HQ 100 entsprechen. Sie muss also so gebaut sein, dass sie selbst einem 100-jährigen Hochwasser standhält. Die Topografie des Geländes habe das jedoch nicht zugelassen, erklärt Mönch. Die Brücke wäre zu hoch und die Zu- und Abfahrt zu steil geworden. Deshalb habe man sich mit dem Landratsamt auf einen Kompromiss geeinigt.

Die neue Brücke ist jetzt mit einem speziellen Geländer aus Edelstahl versehen, das bei Hochwasser eingeklappt werden kann, sodass sich Äste nicht darin verfangen und es von ganzen Baumstämmen nicht weggerissen wird. Denn bei extremem Hochwasser wird auch die neue Brücke überflutet.

Aus statischen Gründen sind Fahrbahn und Widerlager aus Stahlbeton. Um die Brücke fest im Bachbett zu verankern, musste dieses trockengelegt werden. Das Wasser wurde in dieser Zeit mit Rohren um den Brückenbau herum geleitet. Bei dieser Maßnahme musste auf die Laichzeiten der Bachbewohner Rücksicht genommen werden, macht Mönch deutlich. Somit sei die Zeit für die Brückensanierung vorgegeben gewesen.

Über die Handwerkerferien muss die auf den Betonplatten aufgebrachte Betonschicht noch aushärten. Dann kann die Schalung entfernt werden, und die Brücke über die Glatt ist wieder befahrbar. Mitte September soll das der Fall sein. Danach wird das Bachbett noch aufgeweitet, um künftig bei starken Regenfällen den größtmöglichen Wasserabfluss zu gewährleisten.

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