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Dornstetten Bahnübergang erhält endlich Schranke

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Immer wieder mussten Rettungskräfte in den vergangenen Jahren zu Unfällen am bislang unbeschrankten Bahnübergang in Aach ausrücken. Jetzt geht die Stadt den Umbau an, der im kommenden Jahr erfolgen soll. Foto: Feuerwehr

Dornstetten-Aach - Den Umbauplänen für den unfallträchtigen Bahnübergang in der Dornstetter Straße in Aach hat der Gemeinderat einvernehmlich zugestimmt. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2019 beginnen.

Seit vielen Jahren wird über den Umbau des Bahnübergangs in der Dornstetter Straße in Aach diskutiert. Er ist einer von vier Bahnübergängen im Stadtgebiet und einer von zweien, die unbeschrankt sind. Mehrere kritische Situationen in der Vergangenheit und ein tödlicher Unfall im vergangenen Jahr verdeutlichen die Notwendigkeit, an dieser gefährlichen Stelle etwas zu unternehmen. Das Rotlicht der Lichtzeichenanlage, das aufleuchtet, wenn sich ein Zug nähert, wird bei tief stehender Sonne von manchem Autofahrer übersehen.

Wir haben nach dem tödlichen Unfall im letzten Jahr mit den Anwohnern gesprochen.

Die Umbaupläne sehen nun vor, dass die Lichtzeichenanlage getauscht und eine Halbschranke angebracht wird. Zusätzlich soll der Bahnübergang verbreitert werden, sodass ein Auto und ein Lastwagen für Versorgungsfahrten, etwa Müllentsorgung oder Möbelanlieferung, aneinander vorbeikommen. Die Straße soll für den Durchgangsverkehr für Lastwagen mit über zehn Metern Länge und über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht sowie für Fahrzeuge mit Anhängern komplett gesperrt und entsprechend beschildert werden.

Thilo Hilberer vom Planungsbüro Krebs und Kiefer in Stuttgart erläuterte dem Gemeinderat die Umbaupläne. Dazu habe es Gespräche mit der Deutschen Bahn gegeben, die das Projekt nicht forciere. Die Notwendigkeit zum Umbau sei zwar erkannt worden, aber nicht die Brisanz zur Veränderung. Deshalb plant die Stadt Dornstetten den Umbau selbst. An dieser Stelle soll im Jahr 2019 ein Bahnhaltepunkt gebaut und der Bahnübergang sicherer gestaltet werden. Bürgermeister Bernhard Haas ist davon überzeugt, dass sich die dortige Situation durch den Umbau mit Beschrankung deutlich verbessert.

Zur geplanten Beschilderung wurden im Gemeinderat Fragen laut. Die Sperrung für den Durchgangs-LKW-Verkehr sowie für Fahrzeuge über zehn Metern Länge und einem Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen müsse sein, um die Genehmigung für den Umbau zu erhalten, erklärte Thilo Hilberer. Im Bereich bis 27 Meter vor der Schranke müsse eine ausreichende Fläche für den Begegnungsverkehr vorhanden sein. Diese Zone werde breiter gestaltet als der sich anschließende Teil der Dornstetter Straße, so Hilberer.

Der Gemeinderat stimmte den Plänen einhellig zu und beschloss auch die erforderliche Kreuzungsvereinbarung mit der DB Netz AG, da an einer bestehenden Kreuzung etwas verändert wird. Thilo Hilberer erklärte, dass in der nächsten Zeit ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt wird, die Träger öffentlicher Belange anzuhören sind und schließlich der Antrag für den Umbau des Bahnübergangs beim Eisenbahnbundesamt in Stuttgart einzureichen ist.

Planungsbüro rechnet mit Baubeginn an Pfingsten 2019 – zunächst am Haltepunkt

Das Büro Krebs und Kiefer rechnet mit einem Baubeginn an Pfingsten 2019. Ab dann soll der Haltepunkt Aach gebaut werden, der Umbau des Bahnübergangs folgt im nächsten Schritt. Während der Bauphase soll der Bahnverkehr weitgehend aufrecht erhalten bleiben. Der Wegfall des dortigen Gehwegs wird durch eine Fußgänger-Unterführung kompensiert.

Die Kosten belaufen sich auf rund 566. 000 Euro, von denen die Stadt Dornstetten ein Drittel, also rund 190. 000 Euro trägt. Den Rest teilen sich die weiteren Kreuzungsbeteiligten, die Deutsche Bahn AG, Teilbereich Netz, und die Bundesrepublik Deutschland. Der städtische Kostenanteil könnte sich durch Zuwendungen aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz noch auf 85 .000 Euro halbieren.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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