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Dornstetten Antrag der Freien Bürger abgelehnt

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Volles Haus: Zahlreiche Zuhörer waren am Montagabend zur Gemeinderatssitzung in den Bürgersaal gekommen. Foto: Strantz-Kleindienst Foto: Schwarzwälder Bote

Mit elf Nein- und sieben Ja-Stimmen hat der Dornstetter Gemeinderat einen Antrag der Fraktion Freie Bürger abgelehnt. Er zielte darauf ab, den Bau eines Mehrfamilienhauses im neuen Baugebiet Kreuz II in seiner geplanten Höhe per Veränderungssperre und Bebauungsplanänderung zu verhindern.

Dornstetten. Gefordert worden war zudem eine städteplanerische Fachberatung. Massiv hatten sich auch betroffene Anwohner im Ortsteil Aach gegen die jetzige Form der Planung, insbesondere die Höhe des Gebäudes, ausgesprochen, das das Landschaftsbild zerstöre (wir berichteten).

Schon länger war der Bau Stein des Anstoßes gewesen, Änderungen hinsichtlich der einst unrechtmäßigen Grundstücksflächenzahl waren bereits vorgenommen worden. Zufriedenheit war jedoch nicht eingekehrt, vielmehr hatten sich Emotionen wie Aggressionen seither und letztlich sichtbar gipfelnd in der Sitzung am Montagabend immer vehementer hochgepuscht; was auch an der hohen Zahl der Zuhörer im Bürgersaal zu erkennen war.

Seit September 2017 immer wieder Thema

In der Gemeinderatssitzung hatte der Vertreter des Planungsbüros Gfrörer, Sebastian Rolfes, mehrere Querschnittsgrafiken und eine 3D-Visualisierung parat. Diese deutliche Art der Veranschaulichung hatten die Gegner des Projekts bislang vermisst. Sowohl seitens der Verwaltung, aber auch im Ratsgremium auf Seiten der Fraktionen Freie Wähler/CDU und SPD war im Tenor jedoch zu vernehmen, dass man doch wohl schon sehr lange, seit September 2017, alles immer wieder, auch mit Grafiken, im Detail besprochen habe.

"Ich bin überrascht heute Abend, wir haben das alles doch schon durchgekaut", sagte zum Beispiel Joachim Lehman (FW/CDU), der die Diskussion als verwirrend bezeichnete. Der Planer habe doch schon einen Kompromiss gebracht. Man sei zudem auch vor Ort gewesen. Er nannte das Baugebiet generell einen wichtigen Schritt für Aach, der Ortsteil werde davon profitieren. Über Themen wie Zufahrten in Steigungsbereichen müsse man dann noch im Einzelnen sprechen. Joachim Kumm (SPD) verweigerte sich gar. Er wolle sich nicht an so einer emotionalen Diskussion beteiligen. Es könne, so sein Tenor, auch nicht sein, dass man etwa einen neuen Planer, was wiederum neue Kosten zeitige, mit weiteren Planungen beauftrage. Seien die jetzigen Planer etwa inkompetent, oder wie habe er den Antrag der Freien Bürger zu verstehen?

Dass alles so nicht gemeint gewesen sei, bekräftige sodann Rolf Straub (Freie Bürger). Er bemängelte die Unsachlichkeit und Untergangsstimmung in der jetzigen Sitzung und sei erschrocken über die Emotionalität. Das fände er schade.

Dass es an Transparenz sicher nicht gemangelt habe, betonte Bürgermeister Bernhard Haas. Jedem Ratsmitglied habe klar sein müssen, dass sich das Landschaftsbild mit der Zulassung einer Bebauung im Gebiet Kreuz II massiv verändern werde. Sowohl mit dem Planungsbüro wie auch mit dem Gemeindeverwaltungsverband habe man sich ins Benehmen gesetzt. Demnach sei die Planung des Bauträgers für das Mehrfamilienhaus, um das es geht, städtebaulich vertretbar. Daher habe die Verwaltung nun auch im Vorfeld die Empfehlung ausgesprochen, den jetzigen Antrag abzulehnen.

Haas machte zudem mehrfach auf hohe drohende Folgekosten aufmerksam, wolle man alle bisherigen Planungen rückgängig machen und gar den bereits erfolgten Verkauf von Grundstücken rückabwickeln. Ganz zu schweigen vom schweren Imageverlust hinsichtlich der Eruierung weiterer Investoren generell in der Gemeinde. Und eventuell wären auch andere Mehrfamiliengrundstücke betroffen, gebe man dem Antrag statt.

Neue Bilder nehmen Friedrich den Schrecken

Abgelehnt hatte den Antrag im Übrigen im Vorfeld der Sitzung auch der Ortschaftsrat Aach. Wie Ortsvorsteher Hermann Friedrich nun auch angesichts der neuesten Bilder vom Bauprojekt deutlich machte, hätten gerade die ihm den Schrecken genommen. Das Projekt sei gut für das Ansehen des Gemeinderats wie auch von Aach selbst.

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