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Dornstetten Aach: Technischer Defekt ausgeschlossen

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Den unbeschrankten Bahnübergang in Aach halten viele Verkehrsteilnehmer für gefährlich. Foto: Feuerwehr

Dornstetten - Der Zusammenstoß von einem Regionalzug mit einem Auto am Sonntag im Dornstetter Stadtteil Aach löste erneute Diskussionen über die nicht vorhandene Beschrankung an dem Bahnübergang aus.

Viele Leute in Dornstetten fragen sich, warum der Bahnübergang in Aach seit Jahren nicht mit Schranken ausgerüstet wurde.

Ein Pressesprecher der Bahn teilte unserer Zeitung auf Anfrage mit: "Man braucht nicht immer Schranken an Bahnübergängen, das ist in der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung geregelt. Außerdem wurde bei einer Verkehrsschau festgestellt, dass an dem Bahnübergang in Dornstetten-Aach alles in Ordnung ist." Dass Bahnübergänge durch eine Vorgabe des Eisenbahnbundesamts verpflichtend mit Schrankenanlagen nachgerüstet werden müssten – das würde auch den Bahnübergang in Aach betreffen–, stimme nicht, das gelte nur für neue Bahnübergänge, Alte hätten dagegen Bestandsschutz, erklärt der Sprecher.

Ein technischer Defekt als Ursache für den Unfall wird von der Deutschen Bahn ausgeschlossen: "Es ist festgestellt worden, dass die Anlage funktioniert hat."

Der Dornstetter Bürgermeister Bernhard Haas hat zusammen mit Landrat Klaus Michael Rückert bereits 2013, nach einem Unfall am Bahnübergang in Aach, ein Schreiben an die Deutsche Bahn geschickt und darin eine Beschrankung für den Bahnübergang gefordert. Doch bis heute gibt es offensichtlich noch keine Schranke, ein akustisches Signal wurde jedoch zusätzlich angebracht.

"Seit 2013 sind wir einen guten Schritt weiter", meint Haas. Er erklärt aber weiter: "Es liegt nicht in unserer Macht, den Bahnübergang zu beschranken." Dies sei Aufgabe der Deutschen Bahn. Vor Kurzem habe es den Planfeststellungsbeschluss für die zwei geplanten Haltepunkte in Aach und Dornstetten gegeben, die bald gebaut werden sollen. Und in diesem Zuge solle auch der Bahnübergang beschrankt werden, so der Bürgermeister weiter.

Dass dies auch mit einem finanziellen Aufwand seitens der Stadt verbunden ist, sei allen klar: "wir müssen uns mit einem Drittel an den Kosten beteiligen, aber das ist uns bewusst."

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