Der Jahresbericht der Stadtbücherei Dornhan war Thema im Gemeinderat.Foto: Stöhr Foto: Schwarzwälder Bote

Bücherei: Bedauerlich: Rechtzeitige Rückgabe funktioniert nicht immer

Dornhan. Der Jahresbericht der Dornhaner Stadtbücherei gibt unter anderem Einblicke in das Nutzerverhalten der Leser. Eine städtische Benutzungsordnung tritt in Kraft.

Auf der Tagesordnung im Gemeinderat stand der Jahresbericht 2020 der Stadtbücherei Dornhan sowie die Neufassung einer Benutzungsordnung für die Stadtbücherei. Seit der Übernahme von der evangelischen Kirchengemeinde gab es noch keine städtische Benutzungsordnung, informierte Hauptamtsleiterin Daniela Dettling in der Sitzungsvorlage.

Die Regelungen seien von der evangelischen Gemeindebücherei übernommen und teilweise ergänzt worden. Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Missachtungen der Regeln gegeben habe und keine Grundlage vorhanden sei, dagegen vorzugehen, solle es nun eine städtische Benutzungsordnung geben und die Stadtbücherei als öffentlich-rechtliche Einrichtung der Stadt Dornhan geführt werden.

Die Benutzung der Bücherei solle weiterhin gebührenfrei sein. Allerdings sollen nun Gebühren für das Überschreiten der Ausleihfristen erhoben werden. Der Gemeinderat stimmte der neuen Benutzungsordnung zu.

Als weiterer Punkt kam anschließend der Jahresbericht zur Sprache, den Leiterin Susanna Eberhardt vorgelegt hat. Positives gab es, trotz vieler Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, in Bezug auf die Ausleihzahlen zu berichten. Die hätten sich im Vergleich zum Vorjahr sogar gesteigert.

Dazu beigetragen hätten insbesondere neue Angebote wie tiptoi-Bücher und Tonies. Der durch Einsparungen verfügbare Etat lag im vergangenen Jahr bei 3600 Euro. 280 neue Medien seien davon angeschafft worden. Zusätzlich wurden 184 Buchspenden eingearbeitet und neun beschädigte Bücher aussortiert, war dem Bericht zu entnehmen.

246 registrierte Leser besuchten die Bücherei 2412 Mal, 64 Leser meldeten sich neu an. Vor allem Kinder und Familien würden das Angebot stark nutzen, fasste Bürgermeister Markus Huber die Statistik zusammen.

Veranstaltungen konnten im Jahr 2020 dagegen nur begrenzt bis Mitte März stattfinden. Die strengen Hygiene-Regeln für Bibliotheken und das eingeschränkte Platzangebot in der Bücherei ließen keine weiteren Veranstaltungen zu. Zuvor fand bis zum Lockdown eine wöchentliche Lese-AG in Kooperation mit der Hans-Holzwarth-Grundschule in der Bücherei statt.

Im Mai habe die Bücherei dank Hygienekonzept und Einschränkungen wieder öffnen können. Die erweiterten Öffnungszeiten am Dienstag und Freitag würden gut angenommen, auch wenn die Wochenmarktbesucher den Mittwochmorgen vermissten.

Trotz gestiegener Ausleihzahlen habe die Zahl der aktiven Leser abgenommen. Dies sei wohl auch der fehlenden "Onleihe" zuzuschreiben. Trotz der Möglichkeit, die Ausleihfrist selber zu verlängern, seien mehr als 1000 Medien nicht rechtzeitig abgegeben worden. Durch den erneuten Lockdown im Dezember und das Verbot eines Abholservices sei schneller wieder Schluss gewesen, als geplant, so Eberhardt.

Fragen zum Jahresbericht kamen aus dem Gremium keine. Der Gemeinderat nahm den Bericht zur Kenntnis. Bürgermeister Huber bedankte sich bei der Leiterin der Bücherei.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: