Die wichtige Botschaft: Dornhan bleibt liquide. (Symbolfoto) Foto: foto_tech - stock.adobe.com

Trotz knapper Finanzen hat die Stadt Dornhan auch im kommenden Jahr einiges vor. Die Planungen für weitere Investitionen reichen bis zur Feuerwehrausstattung.

Der Gemeinderat hat bei seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsplan 2026 einstimmig beschlossen. Trotz einiger Verbesserungen seit der Einbringung Anfang November konnte er nicht ausgeglichen werden.

 

Nach wie vor ist die Stadt jedoch liquide. Bürgermeister Markus Huber ist überzeugt, dass der Haushaltsplan genehmigungsfähig ist. Bei Erträgen von 18,7 Millionen Euro und Aufwendungen von knapp 19,7 Millionen Euro steht im Ergebnishaushalt ein Minus von knapp 986 000 Euro.

Pro-Kopf-Verschuldung erreicht 123 Euro

Aus dem laufenden Haushalt kann nach Auskunft von Kämmerer Benjamin Gramlich noch ein Überschuss von 171 000 Euro erwirtschaftet werden. 70 000 Euro davon werden zur Schuldentilgung verwendet, 100 000 Euro könnten investiert werden. Im kommenden Jahr sollen Kredite von 550 000 Euro neu aufgenommen werden. Damit steigt die Pro-Kopf-Verschuldung im Kernhaushalt auf 123 Euro.

Der Erfolgsplan für den Eigenbetrieb städtische Wasserversorgung und Energie sieht Einnahmen von rund 1,23 Millionen Euro und Ausgaben von 1,17 Millionen Euro vor. Somit kann mit einem Jahresgewinn von fast 60 000 Euro gerechnet werden.

Haushaltserstellung wird schwieriger

„Es war schon einfacher, einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen. Die Kosten laufen förmlich davon“, kommentierte Roland Jerke das Zahlenwerk. Die meisten Einnahmen entfielen auf Steuern mit 8,1 Millionen Euro und Zuweisungen mit fast 6,3 Millionen Euro. Dem gegenüber stünden Personalkosten von mehr als 6,2 Millionen Euro sowie die Umlagen für die Kreis- und Gewerbesteuer von 7,7 Millionen Euro. Die Betreuung in den Kindergärten komme auf 1,6 Millionen Euro.

Als erfreulich bezeichnete er, dass aus dem Sondervermögen des Bundes in Höhe von 8,75 Milliarden Euro auch vier Millionen Euro, verteilt auf zwölf Jahre, bei der Stadt Dornhan ankommen. Das Geld könne für Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur oder Bildung genutzt werden.

In diesem Jahr sei der Naturkindergarten fertiggestellt und inzwischen in Betrieb genommen worden. Im Baugebiet „Hungerbühl, 3. Abschnitt“ könne gebaut werden. Bei dem demografischen Wandel sei es von höchster Priorität, junge Menschen für die Stadt zu gewinnen, erklärte Jerke. Dafür lohne es sich, mit Schulen, Kindergärten und Straßen eine gut funktionierende Infrastruktur aufzubauen.

Größere Projekte sind im Plan berücksichtigt

Der Haushaltsplan sieht auch für 2026 einige größere Projekte vor. Jerke nannte die Bauhoferweiterung, die der Gemeinderat jetzt auf den Weg gebracht hat, den Bebauungsplan „Hungerbühl 4“, den Neubau für die Ganztagsbetreuung der Grundschule Dornhan, die erstmalige Erschließung der Hölderlinstraße und das Sanierungsgebiet Malischstraße.

„Aber auch die Feuerwehr, die zu unseren Pflichtaufgaben zählt, wird uns in den nächsten Jahren stärker beschäftigen und ihren Teil an der Finanzierung abverlangen“, sagte Jerke. Der Feuerwehrbedarfsplan werde zeigen, was auf die Stadt in den folgenden Jahren zukommen werde. Jerke: Die Aufgaben würden nicht weniger. Die knapper werdenden Finanzierungsmittel müssten deshalb noch gezielter eingesetzt werden.

Roland Jerke bedankte sich bei Bürgermeister Huber und der gesamten Verwaltung: „Sie geben jeden Tag ihr Bestes, um die Stadt Dornhan weiterzuentwickeln.“