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Dornhan Zwei Pflichtposten für den Haushalt

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Die Sanierung des Beckens im Glattalfreibad soll bis 2022 fertiggestellt sein. Archiv-Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Zwei größere Investitionen in Maßnahmen der Zweckverbände, die auch noch einer schnellen Umsetzung bedürfen, stellte Bürgermeister Markus Huber dem Dornhaner Gemeinderat vor. Es geht um eine Beckensanierung und die Phosphatelimination im Klärwerk.

Dornhan. Erstes Sorgenkind ist das Glatttalfreibad in Bettenhausen, dessen Becken dringend saniert werden muss, wie Bürgermeister Huber deutlich machte.

Anfangs habe die Maßnahme noch gar nicht so groß ausgesehen, mittlerweile sei klar, dass die Sanierung mit mehr als 900 000 Euro zu Buche schlagen wird.

Geplant sind eine Neugestaltung des Beckenkopfes und die Erneuerung der Beckenfolie, die mit ihren 25 Jahren die Grenze der Lebenserwartung erreicht habe und stark ausgeblichen sei.

Der Fremdenverkehrsverband habe sich für die Montierung einer folienblechbelegeten Fertigteilrinne auf die bestehende Beckenwand ausgesprochen. Zudem würden Erneuerungen bei den Zuleitungen und im Bereich der Elektrotechnik nötig.

25 000 Euro sollen über Finanzierungsbeiträge des Fördervereins zusammenkommen. Rund 523 000 Euro betragen die Anteile der Verbandsgemeinden.

Somit verbleibt bei der Stadt Dornhan ein Anteil von rund 68 Prozent der Kosten, was etwa 358 000 Euro entspricht. Man habe bereits einen Antrag auf Unterstützung aus dem ELR-Programm gestellt (365 000 Euro). Die Finanzierung sei größtenteils (rund 300 000 Euro) über ein Darlehen mit einer Laufzeit von 25 Jahren vorgesehen.

Die jährliche Belastung für die Stadt werde dann inklusive Zinsen rund 15 500 Euro betragen. Im Jahr der Fertigstellung (2022) kämen dann noch rund 50 000 Euro Eigenmittel dazu.

Die Maßnahmen wolle man so umsetzen, dass beide Badesaisons 2021 und 2022 möglich sein müssten, so Huber.

Die zweite große "Baustelle" betrifft die Kläranlage in Glatt Richtung Neckarhausen. "Phosphor ist in der Landwirtschaft gern gesehen, im Wasser allerdings nicht, weil es dieses nährstoffreicher macht und Algenbildung begünstigt", erklärte Bürgermeister Huber dem Gemeinderat.

Deshalb habe der Abwasserverband Unteres Glatttal beschlossen, neue so genannte Phosphat- und Ammonium-Analyzer einzubauen, um den Phosphoreintrag durch die Kläranlage in den Neckar zu vermindern und damit den ökologischen Zustand des Gewässers und den Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu verbessern. Durch einen Umbau im Rahmen der Umsetzung einer EG-Wasserrahmenrichtlinie könne zudem eine nachgeschaltete Filterstufe eingespart werden.

Der Umbau wird mit rund 650 000 Euro zu Buche schlagen. Für den Eigenanteil der Stadt Dornhan betrage der Fördersatz voraussichtlich 80 Prozent, so Huber. Eine Förderung dieser Größenordnung für Phosphor-Investitionen sei nur noch bis April 2022 möglich.

Die Stadt Dornhan müsste eigentlich rund 330 000 Euro von den Kosten übernehmen. Zieht man die beantragte Zuwendung ab (80 Prozent beziehungsweise rund 265 000 Euro), so schrumpft der Eigenanteil der Stadt auf rund 66 000 Euro.

Der Bürgermeister kündigte jedoch schon in der Gemeinderatssitzung an, dass die förderfähigen Kosten wohl noch gekürzt würden, so dass man um die 75 000 Euro für die Maßnahme in den Haushalt einstellen müsse. Das sei eine Pflichtaufgabe.

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