Alois Schanz (links) verpflichtete Bürgermeister Markus Huber. Foto: Stöhr Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Bürgermeister Markus Huber für weitere Amtszeit verpflichtet / In 16 Jahren viel erreicht / Bürger einbeziehen

Dornhans alter und neuer Bürgermeister heißt Markus Huber. Am Montag wurde er im Gemeinderat für eine weitere Amtsperiode verpflichtet.

Dornhan. Lediglich ein Tagesordnungspunkt, dafür aber ein sehr wichtiger, stand auf dem Programm der Gemeinderatssitzung am Montag in der Dornhaner Stadthalle. Die Amtseinführung und Verpflichtung des im November wiedergewählten Bürgermeisters Markus Huber fand – pandemie-bedingt – mit Abstand und Hygieneauflagen statt.

Stadtrat und Bürgermeisterstellvertreter Alois Schanz eröffnete die Sitzung in der Dornhaner Stadthalle und ließ einige Gratulanten, darunter Landrat Wolf-Rüdiger Michel, entschuldigen. Dafür war Dunningens Bürgermeister Peter Schumacher, der Hubers Stellvertreter beim Kreisverband des Gemeindetags ist, nach Dornhan gekommen. Auch Hubers Ehefrau und sein Vater wurden begrüßt. Neben den gut vertretenen Stadträten waren bei ungemütlichem Wetter kaum Bürger in die Halle gekommen.

Vertrauen wird sichtbar

Alois Schanz hob zu Beginn die bisherigen Verdienste des Bürgermeisters hervor. Die Stadt habe sich verändert, was man beispielhaft am neuen Gesundheitszentrum sehen könne. Das Wahlergebnis von 74 Prozent bei zwei Mitbewerbern habe "das große Vertrauen" der Bevölkerung sichtbar gemacht. Mit der dafür vorgesehenen Verpflichtungsformel wurde Bürgermeister Huber anschließend für eine weitere Amtszeit verpflichtet.

Dunningens Bürgermeister Peter Schumacher ging auf die Bedeutung der Kommunalpolitik ein. Diese befinde sich unter "vielfältigem Druck". Die Erwartungen seien deutlich gestiegen, sagte Schumacher. Dabei dürften die Bürgermeister keine Einzelinteressen vertreten, sondern müssten nach dem Gemeinwohl handeln – was oftmals auch auf Unverständnis treffe. Deshalb lautete seine Bitte an Dornhans Bürger, dass sie ihren Schultes auch in den kommenden acht Jahren unterstützen sollten.

Stadtrat Rudi Pfau hob vor allem die Bedeutung der mehr als 60 Vereine für das Stadtleben hervor. Diese leisteten einigen wichtigen Beitrag. Stellvertretend für das Engagement der Vereine nannte Pfau die gelungene Einweihung des Mehrgenerationenplatzes. Die aktuelle "Zwangs-Auszeit" stelle die Vereine vor große Herausforderungen, sagte Pfau, der gleichzeitig auf eine baldige Rückkehr zur Präsenz hoffte.

Alle Gratulanten hatten Geschenke und Blumen für Huber und seine Ehefrau Sabine mitgebracht. Es tue gut, Geschenke zu bekommen zwischen der zweiten und dritten Amtszeit, sagte Bürgermeister Huber. Er habe durchaus mit sich gerungen – zwischen Ruhestand mit fast 58 Jahren oder einem neuen Aufbruch als Bürgermeister: "Für letzteres habe ich mich und hat sich die Bürgerschaft entschieden."

Anstrengende Jahre

Die vergangenen Amtsperioden habe er als "enorm harte und anstrengende Jahre", in denen aber auch viel erreicht worden sei, empfunden. "Vor 18 Jahren stand ich hier mit viel Enthusiasmus, aber mit großen strukturellen Herausforderungen für die Stadt und praktisch keinem Geld, Schulden von rund fünf Millionen und keine Rücklagen", erinnerte sich Huber. Mit einer "hervorragenden Infrastruktur" in den Bereichen Kindergarten, Schule, Einkaufen, Ärzteversorgung, Pflege, Internet und Freizeit habe man heute den Anschluss gefunden. Auch bei den Arbeitsplätzen sei ein "positiver Trend vorhanden", freute sich Huber über das Erreichte. Auf dieser Grundlage könne man jetzt aufbauen. Doch die kommenden acht Jahre werden "viel mit Umbrüchen und Veränderungen zu tun haben, die durch die aktuelle Corona-Pandemie noch mehr beschleunigt werden", prognostizierte der Bürgermeister.

Als Herausforderungen für die kommenden Jahre nannte Huber die Sanierung des Schulzentrums, die Schaffung weiterer Pflegeplätze, Baugebiete oder die Digitalisierung. Verwaltungsleistungen sollen in Zukunft vermehrt online erbracht werden können. Feuerwehr, Jugend und die interkommunale Zusammenarbeit seien ebenfalls Themen, die es anzugehen gelte: "Die Liste ist lang."

Ein wichtiges Ziel sei es, so Huber, die Bürger stärker einzubeziehen. Als Beispiel nannte er den Dornhaner Bürgerbus, der ohne die ehrenamtlichen Helfer nicht zustande gekommen wäre. Hubers Dank galt allen, die ihn bisher unterstützt hatten, so wie der Verwaltung und den Ortsvorstehern. "Wenn wir eine dynamische Stadt sein wollen, müssen wir in Bewegung bleiben", warb Bürgermeister Huber zum Abschluss. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit und wolle auch weiterhin sein Bestes geben. Auch hoffe er, sein Nachfolger müsse die aktuellen Einschränkungen nicht mehr erleben und werde unter günstigeren Bedingungen verpflichtet.

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