Fürnsals Ortsvorsteher Helmut Kraibühler genießt auf der Sitzbank den Blick auf den Türnentalsee. Foto: Haubold

Gewässer ist ideale Wirkungsstätte für Hobby-Angler. Sonntags werden Besucher und Fischer gut bewirtet.

Dornhan-Fürnsal - Es gibt Gewässer, die beim ersten Besuch verzaubern – so wie der Türnentalsee in Fürnsal, einem Teilort der Stadt Dornhan.

Als ideale Wirkungsstätte für Hobby-Angler versteckt sich der kleine See, umgeben von Wiesen und Wäldern, in einem Taleinschnitt zwischen Fürnsal und Gundelshausen. Dort hat der Angelsportverein Dornhan-Fürnsal, eine Vereinigung von rund 60 Fischern, Anglern sowie Freunden und Förderern der Fischerei sein Zuhause. Gut gepflegte Wege, frisch gemähte Rasenflächen und die zahlreichen Bänke aus Holz wirken anheimelnd.

Der in der Nachmittagssonne leuchtende hellgrüne See strahlt etwas Geheimnisvolles aus. Auf dem blitzblanken Areal kann man sich direkt ans Ufer setzen und in das sich leicht kräuselnde klare Wasser blicken, um Karpfen und Forellen zuzuschauen. Bereits der Weg zum Türnentalsee ist ein echtes Erlebnis. Wer von Fürnsal aus neben den Steilhangwiesen entlangwandert, kann derzeit Schafe, Ziegen und sogar schottische Hochlandrinder auf den Weideflächen beobachten.

"Die Tierhalter haben das mit der Einzäunung so gut hinbekommen, dass es mit dem Graswanderweg bestens passt", freut sich Ortsvorsteher Helmut Kraibühler über die interessante Tierwelt auf dem Wanderweg zum See. Auch Besucher, die aus Richtung Dornhan kommen, finden einen gut ausgeschilderten Weg vor sich. Im Osten des kleinen Tals erhebt sich die sogenannte "Dornhaner Platte", westlich grenzt das See-Areal an die Gemarkung Gundelshausen.

Um die Schönheit dieser Landschaft zu erleben, empfiehlt es sich, das Auto in Fürnsal stehen zu lassen und den gut zwanzigminütigen geteerten Weg zu Fuß zu gehen. Beliebt ist der See insbesondere bei Joggern, Walkern, Radfahrern und Hundehaltern. Natürlich ist der Türnentalsee auch für Gäste des Graether Gesundheitsresorts in Fürnsal ein Eldorado für Spaziergänge. Im Zuge der Flurbereinigung in den 1970er-Jahren sei bei einem Bauunternehmer aus Vöhringen und einigen Bürgern aus der Gemeinde die Idee aufgekommen, einen See anzulegen, weiß der Ortsvorsteher um die noch recht junge Geschichte des naturreinen Gewässers. Damals schon haben sich die Bürger um das Gelände gekümmert.

Als sich vor 31 Jahren der Angelsportverein gründete, haben die Angler den See vom Eigentümer gepachtet. Als der gestorben sei, beschäftigte die Bürger die Frage, was denn jetzt mit dem See passiere, blickt Kraibühler zurück. Nach Verhandlungen mit den Erben wurde die Anlage vom Angelsportverein gekauft. Heute kümmern sich die Mitglieder um das Areal.

Jedes Jahr Anfang Juli veranstaltet der Verein ein zweitägiges Seefest, dann erstrahlt der See aufgrund zahlreicher Leuchtbecher in festlichem Glanz. Der etwa 5000 Quadratmeter große See hat eine Tiefe von über vier Metern.

Zu Bach- und Regenbogenforellen gesellen sich auch Saiblinge, Schleien, Karpfen und Flussbarsche.

An jedem Sonntag im Sommer bewirten die Angler ihre Gäste mit Getränken und kleinen Snacks, dann sind auch Gastangler herzlich willkommen.

"Das Wasser ist rein, die Fische gedeihen hier prächtig", ist Kraibühler glücklich und zufrieden.

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