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Dornhan Obergrenze stets unterschritten

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Das auf einer besonders warmen Anhöhe gelegene Freibad muss demnächst saniert werden.Fotos: Beyer Foto: Schwarzwälder Bote

Für das Glatttal-Freibad endet trotz Verlängerung in dieser Woche die Saison. Wie auch andernorts wurde der Badespaß in Bettenhausen durch die Corona-Pandemie überschattet. Wir haben nachgefragt, wie sich das auf die Besucherzahlen ausgewirkt hat.

Dornhan-Bettenhausen. "Die Leute gehen in den Supermarkt und kaufen sich ein Planschbecken und gehen nicht mehr in öffentliche Bäder. Oder sie gehen in Seen und Flüsse. Dadurch sind die Ertrinkungen massiv gestiegen", schimpft Burkhardt Lahn, Schwimmmeister im Glatttal-Freibad. Von Ertrinkungsfällen in der Region weiß er aber nichts.

Mit Sicherheitsabstand

Wegen der Corona-Maßnahmen dürften sich nur 300 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände des Freibads aufhalten. Im Wasser dürfen maximal 80 Personen sein, 30 im Schwimmer- und 50 im Nichtschwimmerbereich, erklärt Lahn. Die Unterteilung zeigt eine Leine mit Wimpeln an. Festgelegte Rundbahnen habe man aufgrund des relativ großen Beckens nicht einführen müssen. Die Besucher seien nur angehalten, auch im Wasser den Sicherheitsabstand einzuhalten, erläutert Bürgermeister Markus Huber.

Lahn schätzt, dass dieses Jahr ein Drittel weniger Besucher im Bad waren. Laut offizieller Zahlen waren es insgesamt 14 500 gegenüber 24 000 im Vorjahr. Die Obergrenze von 300 Besuchern sei aber nicht der Grund gewesen, meint Lahn: "War noch nie dagewesen, dass wir 300 erreicht haben." Der Grund für den Besuchermangel seien vielmehr die "Repressionen". Wenn man den Besuchern Umkleiden oder warme Duschen verweigere, sei es kein Wundern, wenn weniger Leute ins Bad kämen. Huber hingegen sieht als Grund die diesjährige Regelung, keine Tageskarten, sondern nur Dauer- und Zehnerkarten auszugeben.

Die finanziellen Auswirkungen hielten sich jedoch in Grenzen: "Wir können uns nicht beklagen", so Huber. Tatsächlich verzeichnet das Bad Einnahmenausfälle von nur 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dabei hatte die Badesaison mit einer Panne begonnen: dem Defekt der technischen Steuerung der Filteranlage. Doch die Eröffnung habe sich dadurch nur um drei Tage verzögert. Größere Einbußen seien dadurch nicht entstanden, versichert Lahn.

Dennoch ist das Bad in die Jahre gekommen und muss demnächst saniert werden. Die einst geäußerte Idee, das Freibad an anderer Stelle neu zu bauen, sei aber längst vom Tisch, versichern Lahn und Huber. "Damals hat man extra den wärmsten Platz in der Gemarkung Dornhan gesucht", beschreibt Lahn den Vorteil der Lage des Bades. Dementsprechend habe er von einem Neubau nichts gehalten. Doch auch die Modernisierung des alten Bades wird die Stadt einiges kosten. Daher hat Bürgermeister Huber unlängst beim Spatenstich für das Bürgerhaus in Lein­stetten gegenüber den angereisten Landespolitikern angekündigt, einen Antrag für eine Förderung der Arbeiten stellen zu wollen.

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