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Dornhan Mit Klebstofftube auf Tauchstation

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Bürgermeister Markus Huber (links) erklärt Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (Mitte) und Landrat Wolf-Rüdiger Michel, wie wichtig das Bad für die Gemeinde ist.Foto: Beyer Foto: Schwarzwälder Bote

Prominenter Besuch kam am Donnerstag nach Dornhan. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Landrat Wolf-Rüdiger Michel ließen sich von Bürgermeister Markus Huber verschiedene Projekte der Stadt zeigen, die vom Land gefördert werden.

Dornhan. Zwei Luxus-Limousinen parkten am Donnerstagnachmittag vor dem Rathaus in Dornhan. Während die Chauffeure geduldig hinter dem Steuer warteten, führte drinnen Bürgermeister Huber die Regierungspräsidentin und den Landrat durch die erneuerten und neu gebauten Räumlichkeiten des Rathauses.

"Ich bin gekommen, um zu sehen, wie die Fördergelder verwendet werden", erklärte Schäfer den Grund ihres Besuchs. Von den Fenstern im obersten Stock des Rathauses betrachteten die Besucher den rundum erneuerten Ortskern und waren sichtlich angetan von dem, was sie sahen: "Dornhan ist ein Prototyp der Stadterneuerung", lobte Schäfer. "Dornhan hat Glück mit dem Bürgermeister und dem Gemeinderat, das zeigt sich in der Stadt", ergänzte Michel.

Die Förderung des Landes sei auch deshalb so wichtig, weil jeder Euro Fördermittel acht Euro Investitionen von Kommunen, Unternehmern und Privatleuten auslöse, erläuterte Schäfer. Dabei sei es aber wichtig, dass man mit öffentlichen Mitteln den Anfang mache, die privaten Investitionen würden dann bald folgen.

Nach der Besichtigung des Rathauses ging es weiter zum Glatttal Freibad. Eine Sanierung des paradiesisch gelegenen Kleinods ist dringend nötig, denn die Folie, die das Wasser im Becken halten soll, bekommt immer wieder Risse und muss daher ersetzt werden. Schon im September hatte Huber seine Absicht angekündigt, auch für diese Sanierung Fördermittel zu beantragen.

Allerdings dämpfte Schäfer die Erwartungen. Eine Förderung sei nur möglich, wenn das Bad auch touristisch genutzt werde. Ansonsten sehe das Land keine Förderung von Bädern vor. Huber bedauerte dies und wies darauf hin, dass solche Freibäder notwendig seien, damit Kinder das Schwimmen erlernen könnten.

Doch Landrat Michel machte Hoffnung, da er durchaus einen touristischen Nutzen des Freibades sieht. Schließlich gebe es im Glatttal einige Hotels und das Bad sei etwas, "wovon die Hoteliers etwas haben". Auch könne man als Argumente bei der Beantragung der Förderung anführen, dass das Bad schon lange erfolgreich von mehreren Kommunen getragen werde und trotz des Alters von 50 Jahren ausschließlich mit Sonnenenergie geheizt werde.

Dennoch wollten nun die angereisten Politiker von Schwimmmeister Burkhardt Lahn wissen, wie lange sich die Sanierung noch aufschieben lasse. Lahn verwies auf seine ostdeutsche Herkunft und das damit einhergehende Talent, mit wenigen Mitteln zu improvisieren. "Ich kann es noch sieben Jahre am Laufen halten", schätzte er. Doch mehr als ein oder zwei Jahre solle man die Sanierung nicht mehr aufschieben, "danach wird es kriminell", so Lahn. Schon jetzt müsse er immer wieder hinuntertauchen, um mit Klebstoff Risse in der Folie zu flicken.

Auch die Baustelle für das Bürgerhaus in Leinstetten und den neuen Dorfplatz in Fürnsal besuchte die Delegation. Dabei betonte Schäfer, wie wichtig solche Projekte seien, um den Wegzug jüngerer Generationen zu verhindern.

Zum Abschluss wurde noch ein Blick auf die alten Industriegebäude entlang der Balmerstraße geworfen. Sie sollen abgerissen werden, um Platz für Seniorenbungalows zu schaffen. Auch dieses Projekt wird mit 3,4 Millionen Euro aus der Städtebauförderung unterstützt und weitere 350 000 Euro aus dem Ausgleichsstock erhalten. Huber erklärt, dass die Stadt dazu, die Grundstücke gekauft habe und Abbruch sowie Neubau selbst in Auftrag gebe. Anders sei eine Neugestaltung nicht realisierbar: "Wenn wir es nicht machen, macht es keiner."

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