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Dornhan Gesundheits-Coach nimmt sich Zeit für den Klienten

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Dornhan. Welche Funktion erfüllt ein Gesundheits-Coach? Diese und andere Fragen rund um das neue Berufsbild des Gesundheits-Coachs beantwortete Sylvia Minton im Rahmen der Vortragsreihe des Gesundheitsnetzes Dornhan.

Trotz eines recht unwirtlichen Wetters fanden sich zahlreiche Besucher aus Dornhan und Umgebung im Barbara-Unmach-Saal ein. Die Referentin zeigte den Status Quo des Gesundheitssystems auf: massiver Fachkräftemangel, zu viele Patienten, nicht genügend Ärzte. So bleiben den Patienten laut Statistik im Durchschnitt gerade mal knapp acht Minuten Zeit, um ihrem Arzt zu sagen, was sie plagt. Selbst wenn es dem Hausarzt gelingen sollte, sich doch etwas mehr Zeit zu nehmen, so klafft in den ansonsten gut funktionierenden Gesundheitssystemen der westlichen Welt gegenwärtig dennoch eine Lücke: nämlich zwischen dem, was das System zu liefern vermag, und dem, was der Patient sich mit am dringendsten wünscht, nämlich mehr Zeit, gehört zu werden.

Genau an dieser Stelle, sagte die Referentin, setzten einige neue Berufsbilder im Gesundheitswesen an, so zum Beispiel der Physician Assistent, der Case Manager oder eben auch der Gesundheits-Coach.

Sylvia Minton, Gesundheits-Coach in Dornhan, erläuterte ihre Aufgabe. Der Coach stelle keine Diagnosen und verordne keine Therapien. Vielmehr konzentriere sich seine Arbeit darauf, unter dem Einsatz eines wissenschaftlich anerkannten Vorgehens schädliche Einflüsse auf die Gesundheit seines Klienten zu identifizieren und mit ihm maßgeschneiderte Gegenmaßnahmen zu entwickeln. In der Regel nehme sich der Coach pro Sitzung mindestens eine Stunde Zeit für seinen Klienten.

Krankheitsbilder, bei denen der Gesundheits-Coach erfolgreich eingesetzt werde, reichten von Stress, Schlafproblemen, depressiven Stimmungen, Fehlernährung und Bewegungsmangel bis hin zum Ursachen-Management der chronischen Volkskrankheiten wie Stoffwechsel- und Herzkrankheiten oder auch Rückenschmerzen.

Die Zuhörer erfuhren, dass der Coach in den USA schon seit Jahren zum Einsatz kommt, inzwischen auch mit Unterstützung der dortigen Krankenkassen. Auch in Deutschland zeigten sich die Mediziner interessiert an einer Zusammenarbeit. Laut Sylvia Minton belegt eine Studie der Techniker Krankenkasse die Effektivität des Gesundheits-Coachings.

Die Aufnahme ins Leistungsportfolio der Kassen wäre der konsequente nächste Schritt, meinte die Referentin.

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