Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Dornhan Die Renaissance beeinflusste vor 400 Jahren den Baustil

Von
Edwin von Podewils referierte über die 400-jährige Schloss-Geschichte. Foto: Hiller Foto: Schwarzwälder-Bote

Dornhan-Leinstetten (hw). Die 925-Jahr Feier Leinstettens war auch verbunden mit dem 400-jährigen Bestehen des Leinstetter Schlosses. Im Rahmen der Vortragsreihe des Dorfjubiläums berichtete Edwin von Podewils über die Schloss-Geschichte.

Die Geschichte des Leinstetter Schlosses geht viel weiter zurück als ins Jahr 1610. Bereits um 1200 gab es, so Edwin von Podewils, in Leinstetten neben der Burg Lichtenfels eine zweite Wohnburg in Leinstetten. Diese stand ungefähr an der Stelle des heutigen Schlosses. Von dieser Burg sind heute noch unter einem Hügel die um 1200 erbauten Keller vorhanden und können auch noch genutzt werden. Die gesamte Anlage war von Wassergräben umgeben. Diese Wasserburg wurde 1838 abgebrochen.

In der Wand der Eingangstür des neuen, von der Renaissance geprägten Schlosses ist das Wappen von Bubenhofen von Freiberg eingelassen, das einst den Eingang des alten Schlosses zierte. Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Burg Lichtenfels war vermutlich eine Gründung der Grafen von Hohenberg. Bei der berühmten Schlacht bei Leinstetten im Jahr 1298 kam es zur ersten Zerstörung der Burg. Im Jahr 1423 befand sie sich teilweise im Besitz der Grafen von Zollern.

Im 15. Jahrhundert ließ die Gräfin Henriette von Württemberg den Lichtenfels belagern. Graf Friedrich von Zollern wurde gefangen genommen. Die zerstörte Burg wurde nicht wieder aufgebaut und zugunsten von Schloss Leinstetten verlassen.

Die bedeutendsten Besitzer von Leinstetten waren die Herren von Bubenhofen, die auch das "neue Schloss" erbauten. 1783 verkaufte Johann Nep. Wilhelm Clemens von Bubenhofen die gesamte Herrschaft Leinstetten an den Straßburger Philipp Jakob von Frank. Dieser ließ den Garten im französischen Stil anlegen. Hieraus wurden nach dem Vorbild der Loire-Schlösser Portale und Treppenaufgänge geschaffen. Unter seiner Herrschaft kam Leinstetten zu Wohlstand.

Ein weiterer bedeutender Besitzerwechsel fand 1849 statt, als Edwin Freiherr von Podewils das Rittergut Leinstetten erwarb. Dieser war jedoch hauptberuflich Kammerherr des württembergischen Königs in Stuttgart. Edwin von Podewils, aus Pommern stammend, erbte in Mecklenburg erheblichen Gutsbesitz, den er jedoch veräußerte. Schloss Leinstetten erwarb er, um seinen Sitz im Stuttgarter Oberhaus behalten zu können. Genutzt hat er den Leinstetter Besitz lediglich als Sommerwohnsitz. Sein Sohn Albrecht entschloss sich als Erbe 1885 ganz nach Leinstetten zu ziehen, nachdem er seinen Beruf als preußischer Offizier aufgegeben hatte, und frönte hier in vollem Umfang seiner Jagdleidenschaft.

Nach dem Tode von Albrecht von Podewils ging der Besitz 1942 an seinen Sohn Wilhelm über, und seit seinem Tod 1970 sind die heutigen Besitzer Edwin und Bogislav von Podewils die Eigentümer von Schloss Leinstetten.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Sulz

Marzell Steinmetz

Fax: 07454 95806-19

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading