Mit Fackeln geht es des Nachts durch Marschalkenzimmern. Foto: Link Foto: Schwarzwälder Bote

Legenden: Fackelwanderung der NABU/BUND-Gruppe

Dornhan-Marschalkenzimmern. Die Rauhnächte sind die zwölf Nächte zwischen Heiligabend und Dreikönig. Viele Mythen ranken sich um diese "Zwischenzeit". In Marschalkenzimmern erfuhren Interessierte bei einer Fackelwanderung, die von der NABU/BUND-Ortsgruppe beziehungsweise Martin und Siegfried Link veranstaltet wurde, mehr darüber.

 

An zwölf Stationen erzählten die beiden von Legenden, Gedichte, unheimlichen Begegnungen und Ereignissen aus der Geschichte von Marschalkenzimmern und Umgebung. Dabei wurde den Teilnehmern auch der Bezug zu den entsprechenden Monaten erläutert.

Sagen von Dieter dem Knecht, der wilden Jagd und Frau Holle begleiteten sie auf dem Weg zum Hochgericht. Am Sühnekreuz beim Hochgericht erfuhr man, was es mit der Sage vom Bauern und dem Schneider auf sich hat. Zur Geschichte der Blutsgerichtsbarkeit in Marschalkenzimmern sowie dem Stock und Galgen wusste Siegfried Link einiges zu erzählen.

Bei einer kleinen Pause konnten sich die Teilnehmer stärken und Interessantes über verschiedenes Räucherwerk hören, bevor es mit neuen Fackeln zum zweiten Teil der Wanderung ging.

Am Kreuzweg unterhalb des Hochgerichtes erzählte Martin Link, wie man sich dort während der Rauhnächte zu verhalten hat, um seine Zukunft von den Hexen und Dämonen für das nächste Jahr zu erfragen. Anschließend konnten die Teilnehmer der Geschichte aus der Zimmerschen Chronik von dem zu Erlikom und zu Seckendorf und deren Begegnung mit dem Wotansheer lauschen.

Weiter ging es in den Ort, wo die Teilnehmer etwas über den tragischen Tod eines Buben im Wassergraben und den merkwürdigen Tod einer Frau aus Marschalkenzimmern, deren Leiche im Neckar gefunden wurde, hören konnten. Im Ochsenhof fand die Führung ihren Abschluss.