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Dornhan Dichtezentrum für Milan neu definiert

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Windkraft bleibt in Dornhan ein Thema, nachdem es schon erledigt schien. Die Stadt Dornhan lässt das Verfahren für den Teilflächennutzungsplan weiterlaufen.

Dornhan. "Wir hatten fast resigniert. Die Natur ist einfach beweglicher als wir", sagte Bürgermeister Markus Huber am Montag bei der Gemeinderatssitzung. Inzwischen lägen aber neue Grundlagen vor. So habe das Umweltministerium Baden-Württemberg eine neue Definition des Dichtezentrums für Rotmilane vorgegeben. Der Schwellenwert dafür seien nicht mehr vier, sondern sieben Revierpaare dieses unter Schutz gestellten Greifvogels. Ein zweiter Aspekt ist der neue Windatlas. Darin enthalten sind weitere windhöffige Flächen. "Es ist ein Rechenmodell, das auf besseren Erkenntnissen basiert", stellte Bürgermeister Huber fest. Die heutigen Winkraftanlagen seien mit 160 Metern höher als die früheren.

Mit Berücksichtigung der Abstandsflächen von 700 Metern zur Wohnbebauung gebe es auf Dornhaner Gemarkung Bereiche, die noch nicht auf das Vorkommen der Rotmilane untersucht worden seien. Diese liegen in Weiden Richtung Sulz (Spitzwald/Forlewangen) und in Marschalkenzimmern. Es herrsche Konsens im Gemeinderat, ein Gutachten auf den Weg zu bringen. Dafür seien einschließlich Planungskosten von 55 000 Euro einzukalkulieren. Huber glaubt, dass bis Mai oder Juni die ersten Rückmeldungen eingehen. Dann könne abgesehen werden, ob die Fortsetzung des Verfahrens Sinn mache.

Mit dem Teilflächennutzungsplan soll eine Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Bislang war dafür das "Kalte Feld" auf dem Brachfeld vorgesehen. Mittlerweile ist alles wieder offen.

Die Initiative Weckruf Dornhaner Windkraftgegner lehnt einen Teilflächennutzungsplan ab. Der neue Erlass des Umweltministers unterlaufe das Naturschutzgesetz und sei somit grob rechtswidrig, sagte Hedwig Glück bei der Bürgerfrageviertelstunde zu Beginn der Sitzung. Ob dies dem Gemeinderat bewusst sei? Die Initiative befürchtet, dass mit der Wiederaufnahme des Verfahrens der Bettenberg als Vorranggebiet verhindert werden solle.

Ob der neue Erlass der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg rechtswidrig ist, wollte Huber nicht beurteilen. Noch in diesem Monat erwartet er Ergänzungen. Er betonte, dass sich der Gemeinderat aufgrund aller Fakten eine Meinung bildet. Die Stadträte müssten darüber diskutieren, ob sie festlegen wollten, wo Windkraftanlagen gebaut werden sollen und wo nicht.

Weiter wollte die Initiative wissen, ob es in den "neuen Gebieten" Weiden und Marschalkenzimmern Interessenten für den Bau einer Windenergieanlage gebe. Huber versicherte: "Mir sind derzeit keine Interessenten bekannt."

Der Gemeinderat hat ohne weitere Diskussion bei drei Enthaltungen beschlossen, das Gutachten in Auftrag zu geben. Huber enthielt sich: Er gehe davon aus, dass am Schluss keine Flächen für einen Teilflächennutzungsplan übrig blieben. "Ich mache ungern Pläne, bei denen nichts herauskommt", begründete er sein Abstimmungsverhalten gegenüber unserer Zeitung.

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