Der 29-jährige Benjamin Gramlich ist der neue Kämmerer bei der Stadtverwaltung Dornhan.Fotos: Stapel Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Benjamin Gramlich ist neuer Kämmerer / Bürgermeister Huber setzt auf digitalen Wandel

Die Stadtverwaltung Dornhan hat einen neuen Kämmerer: Benjamin Gramlich. Der 29-Jährige freut sich auf das Amt, aber auf ihn warten viele Aufgaben.

Dornhan. Krankheitsbedingt musste die bisherige Kämmerin Anja Braun wiederholt ausfallen. "Wir waren uns alle einig, der Gemeinderat sowie Frau Braun selbst, dass sie in die zweite Reihe rückt", schildert Bürgermeister Markus Huber in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Gramlich war bisher die Stellvertretung von Braun und ist mit dem Positionstausch zum 1. Januar in den gehobenen Dienst befördert worden.

Bericht über örtliches Energiemanagement

Nach seiner kaufmännischen Fachhochschulreife hat Gramlich 2012 seine Ausbildung zum Verwaltungswirt bei der Gemeindeverwaltung Hardt abgeschlossen. "Für mich war klar, dass ich im gehobenen Dienst arbeiten möchte", erzählt er. "Deshalb habe ich berufsbegleitend am Wochenende einen Qualifizierungslehrgang an der Verwaltungsschule des Gemeindetags in Karlsruhe abgeschlossen."

In der Gemeinde Hardt war der junge Mann­ in der Sachbearbeitung der Kämmerei und Eigenbetrieb Wasserversorgung sowie Stromversorgung tätig.

Der Wechsel nach Dornhan folgte nach sieben Jahren im Oktober 2019. Für eineinhalb Jahre war Gramlich dort stellvertretender Kämmerer und Leiter des Steueramts in Dornhan. "Jetzt habe ich mein Ziel erreicht, und darüber freue ich mich sehr", erzählt er und grinst.

Was erwartet den 29-Jährigen in seiner neuen Position? "Die doppelte Buchhaltung Doppik wird ein großes Thema sein", betont Gramlich. "Bilanzen und Anlagevermögen werden erfasst und zusammengetragen. Zudem kommen steuerliche Projekte auf uns zu."

Darüber hinaus werde es einen Bericht über das Energiemanagement in Dornhan geben, der zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich zugänglich sein soll. "Jede Kommune macht eine Art Steckbrief, um auch Vergleiche ziehen zu können", schildert Gramlich. "Damit sollen Verbrauchswerte ermittelt und Standards entwickelt werden."

Hundesteuermarke künftig online bezahlen

Bürgermeister Huber weist beim Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten auf den digitalen Wandel hin. "Wir wollen nach der Sanierung unseres Hauses nicht nur außen, sondern auch innen modern sein", betont er.

Künftig soll beispielsweise möglich sein, die Hundesteuermarke online zu bezahlen oder Rechnungen per E-Mail zu versenden. "Es ist die Zukunft. Wir sind alle involviert und sehen uns als Dienstleister.. Wir möchten einen guten Service anbieten und sind auch immer offen für Anregungen."

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