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Dormettingen Gewaltiges Potenzial im Ortskern

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Bürgermeister Anton Müller steht vor der alten Dreschhalle, die in der Dormettinger Ortsmitte Neubauten weichen soll. Fotos: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

Vor großen planerischen und finanziellen Herausforderungen steht die Gemeinde Dormettingen: Das Areal zwischen Rathaus und alter Dreschhalle soll umgestaltet und für Wohnzwecke genutzt werden. "Das ist eine gewaltige Aufgabe", sagt Bürgermeister Anton Müller.

Dormettingen. Große Hoffnung setzen Müller und der Gemeinderat darin, dass Dormettingen als Schwerpunktgemeinde im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) anerkannt wird. Dann würde es für den Zeitraum 2020 bis 2024 um zehn Prozent erhöhte Zuschüsse geben, "und unsere Maßnahmen würden priorisiert", sagt Müller. Der Antrag auf ELR-Schwerpunktgemeinde ist gestellt, bis Anfang September soll der Bescheid vorliegen. Pro Regierungsbezirk werden allerdings nur zwei Gemeinden berücksichtigt. Müller ist zuversichtlich: "Ich glaube, wir haben unsere Hausaufgaben gut gemacht."

Aber selbst wenn der Antrag abgelehnt würde, ändere dies nichts an der Zielsetzung der Gemeinde. "Allenfalls werden einige Projekte geschoben." Der Bürgermeister ergänzt, dass bereits einige Maßnahmen in Dormettingen über das ELR-Programm gefördert wurden: so eine private Baumaßnahme, der Abriss des gemeindeeigenen Gebäudes Kaffeebühlstraße 18 sowie die Wohnumfeldgestaltung Kaffeebühlstraße.

Auf diesem Areal in der Ortsmitte sollen zwei Doppelhäuser und ein Mehrfamilienhaus mit fünf bis sechs Einheiten entstehen. Noch in diesem Jahr sollen die Flächen an einen Investor vergeben werden: "Zwei potenzielle Investoren haben Interesse."

Als Grundlage für die Antragstellung als ELR-Schwerpunktgemeinde diente das in Zusammenarbeit mit den Bürgern und der Wüstenrot Haus- und Städtebau erarbeitete Gemeindeentwicklungskonzept, das auf die Innenentwicklung setzt. Denn der letzte Abschnitt des Baugebiets Bruck mit 15 Plätzen wird derzeit erschlossen. Über weiteres Bauland im Außenbereich verfügt Dormettingen derzeit nicht.

Daher fokussiert sich der Blick auf den Bereich zwischen Rathaus und Dreschhalle. "Das ist ein hoch interessantes Thema", sagt Müller. Im Bereich der Äußeren Dorfstraße stehen drei Gebäude leer, zudem soll die Dreschhalle abgerissen und der große Straßenraum umgestaltet werden. Anstelle der Dreschhalle könnten zwei Doppelhäuser entstehen. Wie genau dieses neue Wohnquartier aussehen soll, ist noch nicht entschieden: "Wir werden für die Planung zwei oder drei Büros ansprechen", betont Müller. Zudem verfügt die Gemeinde beim Dorfgemeinschaftshaus über ein großes Grundstück. Auf dieser sieben Ar großen Fläche sei ein Zwei- oder Dreifamilienhaus denkbar.

Das Problem dabei: Der Bauhof nutzt derzeit noch die Dreschhalle, die Fläche beim Dorfgemeinschaftshaus, dieses selbst sowie das Alte Feuerwehrhaus. "Der Gemeinderat hat daher bereits in seiner Klausur im Jahr 2016 festgestellt, dass der Bauhof ausgelagert werden muss. Sonst kommen wir nirgends richtig hin", erläutert Müller. So ist als erste wichtige Maßnahme für 2020 der Bau des neuen Bauhofs im Gewerbegebiet Bubensulz geplant. Müller rechnet mit Kosten von rund einer Million Euro. Über das ELR-Programm gibt es dafür einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent. Anschließend könnte 2021 oder 2022 die alte Dreschhalle abgebrochen werden. Das alte Feuerwehrhaus soll bereits 2020 dem Bagger zum Opfer fallen, "wenn nicht noch eine andere Maßnahme dazwischenkommt".

Aber auch der Platz neben dem Rathaus, auf dem die Parkplätze für den Kindergarten ausgewiesen sind, kann laut Müller attraktiver gestaltet werden: "Denkbar ist dort eine Art Dorfplatz, auf dem Feste stattfinden könnten." Zudem könnten weitere Parkplätze, auch für die Anlieger, angelegt werden.

Bei der Antragstellung als ELR-Schwerpunktgemeinde sind denn auch die drei kommunalen Maßnahmen (Bauhof, Wohnumfeldmaßnahme Bereich Rathaus und altes Feuerwehrhaus) sowie ein privates Projekt aufgeführt worden. Müller: "Gerade für solche Privatmaßnahmen stellt das ELR-Programm eine attraktive Zuschussquelle dar. Die Gemeinde Dormettingen hofft auf eine rege Nutzung dieser Quelle."

In einer ELR-Schwerpunktgemeinde werden aber auch Maßnahmen gefördert, die den demografischen Wandel berücksichtigen. Hierbei ist in Dormettingen vor allem der Bereich Schule interessant. In dem Gebäude ist bereits das soziale Netzwerk SonNe ansässig. Was dort konkret geschehen könnte, ist nach Aussage von Müller noch unklar. Ab 2022 wolle man sich damit intensiver befassen.

Zunächst aber geht es um den Bereich Äußere Dorfstraße. Bei der Entwicklung dieses Areals sei es daher wichtig, dass auch die dortigen Anlieger mitziehen – entweder mit eigenen Projekten oder durch den Verkauf der nicht benötigten Immobilien an die Gemeinde, die nun an die 1120 Einwohner zählt. "Unsere Einwohnerzahl steigt weiter. Und auch die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen. Daher ist es für uns wichtig, die gewaltigen Potenziale, die wir in der Dorfmitte zur Verfügung haben, richtig zu nutzen", sagt Müller

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