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Dormettingen Fünf Bürger befinden sich vorsorglich in Quarantäne

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Positiv getestet sei bislang noch niemand, teilt die Gemeinde mit. (Symbolbild) Foto: dpa

Dormettingen - In der Gemeinde Dormettingen sind wegen des Coronavirus derzeit fünf Personen in häuslicher Quarantäne. "Keine dieser Personen ist bisher positiv auf Corona getestet worden", sagt Bürgermeister Anton Müller.

Wie Müller auf der Homepage der Gemeinde darstellt, sei derzeit davon auszugehen, dass diese Personen nicht mit dem Virus infiziert seien. Trotzdem seien die Betroffenen aus Sicherheitsgründen unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Die fünf Personen hätten sich mit einer Balinger Reisegruppe in den Fasnetsferien in Südtirol aufgehalten, von deren Teilnehmern sich einige infiziert hatten.

Mehr zur Lage in der Region gibt es in unserem Newsblog.

Einer von den Dormettingern sei getestet worden, es sei jedoch keine Infektion nachgewiesen worden. Die anderen vier seien nicht getestet worden, weil sie keine Krankheitssymptome aufgewiesen hätten. Müller: "Dann bringt ein Test auch nichts."

Die Gemeinde informiert über ihre Homepage

Der Bürgermeister bescheinigt allen Betroffenen, sich sehr kooperativ, verantwortungsbewusst und umsichtig verhalten zu haben. "Für die Gemeinde Dormettingen ist es natürlich eine besondere Herausforderung gewesen, als Ortspolizeibehörde die Verfügung auf Quarantäne zu erlassen – auf Anordnung des Gesundheitsamts." Müller: "Wir haben sofort reagiert und sind mit der Problematik offen umgegangen. Da ist nichts verheimlicht worden." So habe man über die Quarantänefälle auch am gleichen Tag über die Homepage der Gemeinde informiert. Aufgrund dieser Vorkommnisse sei Dormettingen nun auf den Ernstfall besser vorbereitet als viele andere Kommunen, "weil wir das Ganze schon durchgespielt haben".

Nach Angaben von Müller läuft für die fünf Betroffenen die Quarantäne am kommenden Samstag aus: "Wir gehen derzeit davon aus, dass die häusliche Absonderung dann aufgehoben wird, sofern sich bis dahin die Situation nicht ändert."

Müller betont weiter, dass man mit dem Thema überaus vorsichtig und sorgfältig umgehe. So habe man in enger Absprache mit den Vereinen einige Veranstaltungen in der Gemeinde abgesagt – unter anderem Hauptversammlungen, die für die nächsten Tage terminiert waren. "Selbst Chorproben haben Vereine in eigener Regie und in Abstimmung mit uns abgesagt."

Bürgermeister: Auf größere Veranstaltungen sollte verzichtet werden

In seinem Brief an die Dormettinger Bürger, den Müller auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht hat, heißt es unter anderem: "Es wäre nun sicher übertrieben, wenn das gesamte gesellschaftliche Leben in Dormettingen und im Zollernalbkreis schlagartig zum Erliegen kommen würde. Dazu besteht auch kein Grund. Trotzdem soll aus verantwortungsvollem Handeln heraus auf die Durchführung von größeren Veranstaltungen in geschlossenen Räumen zunächst verzichtet werden."

Müller betont, dass dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Anordnung oder Verfügung der Ortspolizeibehörde sei, sondern "eine dringliche Bitte". Diese Empfehlung gelte zunächst bis 20. März. Dann werde erneut entschieden, wie mit der Situation weiter umzugehen sei.

Wie der Bürgermeister weiter darlegt, sei es nun wichtig, das richtige Maß zwischen Überreaktion und Unterschätzung zu finden. Man dürfe jedoch nicht in Panik verfallen, dazu gebe es nach wie vor keinen Anlass. Respekt vor dieser Krankheit sei aber angebracht. So gelte es insbesondere, die Risikogruppen zu schützen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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