Dicht gedrängt genossen die Festgäste griechisches Sommerflair auf der Dobler Sonneninsel. Foto: Winnie Gegenheimer

Seit vielen Jahren ist das Dorfwiesenfescht der Dobler Feuerwehr eine Reise durch Europa. Dieses Jahr war das Thema Griechenland. Und das Wetter passte auch dazu.

Zu Gast bei den Göttern in Griechenland und das noch in den Sommerferien – kein Wunder gab es zum Dorfwiesenfescht-Wochenende ein Wetter mit griechisch-südlichem Sommerflair. Halle und Sonnenschirme wurden als Schattenspender gesucht, die Gäste strömten.

 

Hitze-Zulage hätten sie alle verdient, die Kameraden samt Familien, die bis zuletzt aufgebaut und vorbereitet hatten, jene, die in der Küche zwei Tage lang schwitzten, die Bedienungen, die mit schweren Tabletts zwischen den Tischen hindurchjonglierten, die Jugendfeuerwehrler, die unermüdlich das Leergut einsammelten – und in ganz speziellem Maß die Männer am Holzkohlegrill, die schon am Samstagvormittag die Glut angefacht hatten und bei denen die „Götterspieße“ ungeachtet der wetterbedingten Hitze ein Übriges mit Qualm und Wärme dazutaten.

Gute Laune trotz Qualm und Hitze: die Männer am Holzkohlegrill, von links Marco Ruff, Ralf Schmitt, Jochen Bachteler und – dahinter verdeckt – Jürgen Großmann. Foto: Winnie Gegenheimer

Ein junges Dekoteam mit Sarah Eberhardt, Nathalie Krause, Oliver Grässle und weiteren hatte für frisches Blau-Weiß auf den Tischen und am Götterberg gesorgt: „Die Herausforderung war, dass unsere Chef-Dekorateurin Elke Friedrich rehabedingt nicht da war!“

„Zeus“ Karl-Heinz Neuweiler zeigte stolz den stabilen neuen Zulauf zum Wasserrad, nachhaltig gefertigt aus einem ausgehöhlten Stück des alten Maibaums der Gemeinde.

Zusammensitzen

Die Gäste kamen dank der sommerlichen Temperaturen früh und zahlreich – und saßen gut. Kommandant Sven Schatz konnte zahlreiche Feuerwehrabordnungen wie aus Bad Herrenalb mit Neusatz-Rotensol und Bernbach, aus Straubenhardt, Loffenau, Neuenbürg mit Dennach oder Langenbrand begrüßen. Aus der gesamten Umgebung kamen Leute, aber natürlich auch viele aus Dobel selbst. „Schön, dass man hier zusammensitzen kann, wo wir doch dafür keine Wirtschaft mehr haben“, hatte Lothar König früh schon den „Dorfwiesen-Stammtisch“ eröffnet.

Tempel und Cocktailbar

Während im Zelt „Martin und Marius“ mit Gute-Laune-Musik für Unterhaltung sorgten und die Kinder sich auf der Wiese Heu- und Kartonagen-Häuser bauten, öffnete „Zeus“ auf dem Hausberg den „Göttertempel“. Gemeinsam mit „Hera“ Gerda Treiber war natürlich Ouzo im Ausschank. „Aber auch mit der Marille ist man schnell per du!“, kommentierte ein Gast gut gelaunt.

Sonne satt bei blauem Himmel – nicht nur für die Kinder war der Feuerwehr-„Hausberg“ beim Dorfwiesenfescht ein Anziehungspunkt. Foto: Winnie Gegenheimer

Besonderes bot dieses Jahr die Bar. Florian Lutz erklärte die Cocktailchef-Anlage, mit der per Touchscreen vom „Pangalaktischen Donnergurgler“ bis zum alkoholfreien „Drachenblut“ Wunschcocktails auf Knopfdruck gemixt wurden. Natürlich ging es auch handgemacht, wie es Martin Lacroix mit Freundin bevorzugte. Ob er auch noch Dienst habe? Sicher, so der Kassierer der Dobler Wehr, und er sei gespannt, ob er nach dem Kassensturz in der Nacht lachend oder weinend ins Bett gehe. Nach Zahl der Gäste, zu denen immer noch neue eintrafen, wird wohl das Erste der Fall gewesen sein.

Kleine Historie

„Eigentlich schon immer“ hat die Dobler Feuerwehr groß gefeiert und immer am zweiten Wochenende im August. Seit wann, das weiß keiner mehr so genau, wenn man nachfragt. Vor dem Bau des Feuerwehrhauses noch am alten Magazin im Schulhaus, also im Schulhof, dann wurde es kurz vor der Jahrtausendwende mit dem Umzug der Wehr in die Dorfwiesen zum Dorfwiesenfescht. Und war seither zu Gast „fast in aller Welt“. Ob in Schweden, Ungarn, im Schwarzwald, in Bayern oder den Schweizer Alpen. Früh mit dem Hausberg und der berühmten, wandelbaren Hütte, mal mit See, Seilbahn, Wasserrad oder dem spektakulären Skywalk.

Gespannt darf man sein, was den Kameraden der Dobler Feuerwehr im kommenden Jahr Kreatives einfällt.