Christbäume statt Kugeln: Beim dritten Weihnachtsbaumweitwurf in Marbach fliegen Tannen durch die Luft. Trotz widrigen Wetters kamen viele Zuschauer und fieberten mit.
Die Idee kam von den Mitgliedern des Abteilungsausschusses, mit dem Gedanken, mit dieser Veranstaltung die Dorfgemeinschaft zu stärken. Weil die Premiere gleich zum Erfolg geriet, fliegen seither zu jedem Jahresbeginn die Tannenbäume durch die Luft.
Dazu hatten die Angehörigen der Feuerwehrabteilung alles vorbereitet: Vor dem Gerätehaus waren Tische und Sitzplätze unter einem vor Schneefall schützenden Dach aufgebaut. Es wurden warme Speisen und Getränke angeboten. Mehrere Feuerstellen zauberten eine besondere Atmosphäre. „Wir können nicht nur löschen, wir können auch Feuer machen“, scherzte ein Feuerwehrmann.
Auf der großen Wiese schräg gegenüber fand der Wettbewerb statt. Hier war ein Feld mit Absperrbändern markiert, in das die Bäume geworfen wurden. Die Teilnehmer wurden zuvor gebeten, nicht die eigenen, inzwischen ausgedienten Christbäume von zu Hause mitzubringen, die standen in verschiedenen Größen bereit. Kleine für die Kinder, große für Erwachsene.
Zuvor konnte jeder seine Wurftechnik verfeinern. Eingehalten werden mussten mehrere Spielregeln. Jeder durfte drei Würfe ausführen, der weiteste, genau ausgemessen, wurde bewertet. Zuerst kamen die Kinder an die Reihe, die mit großem Eifer bei der Sache waren, danach die Erwachsenen. Bedingung war auch, dass der für den ersten Wurf ausgesuchte Baum für alle drei Würfe benutzt werden müsse.
Trotz des ungemütlichen Wetters fanden sich viele Zuschauer ein, um die Teilnehmer anzufeuern.
Alle Baumwerfer erhielten eine Urkunde. Die drei Erfolgreichsten durften jeweils einen aus Holz geschnitzten Tannenbaum mit nach Hause nehmen.
Wer nicht am Baumwerfen teilnehmen wollte, hatte die Gelegenheit, ein Los zu werben und mit Glück einen attraktiven Preis zu gewinnen.