Auf der Bühne in der Dorfmitte Holzen trafen Tilo Wachter, Martin Kutterer und Tonio Paßlick zusammen. Foto: Elsa Tannenberg-Paßlick

Mit Texten und Klängen wurde das Publikum am Sonntag in eine imaginäre Welt der Ahnen entführt. Dafür gab es viel Applaus im Kulturraum „Dorfmitte“ in Kandern-Holzen.

Anfang des Jahres hatte das Trio der beiden Klangkünstler Tilo Wachter aus Müllheim und Martin Kutterer aus Kandern mit dem Rezitator und Flötisten Tonio Paßlick aus Weil am Rhein die Raunächte zwischen Weihnachten und Dreikönig zum Thema gemacht. Am Sonntag kreisten im Konzert mit dem Titel „Im Kreis der Ahnen“ Texte und Klänge um eine Erfahrung in Raum und Zeit, die sich durch das Leben aller Menschen und Kulturen zieht, heißt es in einem Nachbericht.

 

Viele Texte von Schamanen, indianische Weisheiten und Heilrituale, Meditationen über Wahrnehmungen von Jenseitserfahrungen und Verbindungen zu den eigenen Ahnen wurden von den Musikern in sphärische und meditative Klänge umgemünzt, um dann wieder in heitere Tänze und sprechende Klangbilder auszubrechen.

Mit seinen fünf Hang-Schalen verzauberte Tilo Wachter das über Wortbilder sinnende Publikum, während die Bali-Gongs, Gitarren-Riffs und tiefen Klangschalen von Martin Kutterer eine unterirdisch wurzelnde Aura schufen.

Mit den regelmäßigen Rhythmen der Schlitztrommel, dem Rauschen der Oceandrums und des Rainmakers war es für Tonio Paßlick auch ein leichtes, das Publikum beim sphärischen Gesang mitzunehmen und die lyrischen Worte lautmalerisch wie einen melodischen Reigen einzusetzen. Atemlos verharrte der gut gefüllte Saal nach den letzten Flötentönen, bevor das Publikum in lang anhaltenden Beifall ausbrach. Ein gelungener, feierlicher Auftakt der Adventszeit in der Dorfmitte.