Philipp und Jeannine Blessing eröffnen ein Pop-up-Restaurant in der Dorfmitte Holzen. Foto: Birgit-Cathrin Duval

Die Freude ist groß im Storchendorf Holzen: Ab dem 12. Juni kehrt Leben in die Gastronomie in der Dorfmitte ein.

Das Ehepaar – Jeannine (30), gebürtig aus Lörrach, und Philipp Blessing (32), aus dem Allgäu stammend – liebt es, mit Aromen zu experimentieren. Gäste dürfen sich bei Blessings Pop-up auf spannende Gerichte freuen: „Auf zu neuen Ufern“ „Gesund und munter“, „Zurück zu den Wurzeln“ oder „unsere Handschrift“ steht auf der Speisekarte, die „zum Teilen, Ergänzen oder selbst Genießen“ vom Vesper über Maultaschen, Wurstsalat und Fleischküchli bis zum US-Bavette oder Iberico Presa und Desserts auch eine Auswahl für „unsere kleine Helden“ bereithält.

 

Dabei schöpft Philipp Blessing aus seinem reichen Repertoire, kombiniert das Bavette-Steak mit Mango-Papaya-Salsa, den Iberico Presa mit Rosmarinjus.

Verschiedene gastronomische Stationen

Gelernt hat Philipp Blessing das Kochhandwerk im „Colombi“ Freiburg, danach arbeitete er auf einem Weingut mit Restaurant in Südafrika. Bis 2022 kochte er im „Rührberger Hof“ in Grenzach-Wyhlen, sammelte dort auch Erfahrungen als Serviceleitung. Weitere Stationen waren „Fünfschilling“ in Fischingen und „Kaffee und Kreuzfahrt“ in Weil am Rhein. Jeannine Blessing studierte an der Dualen Hochschule Tourismus und lernte die Praxis vom Service bis zur Direktionsassistentin im Restaurant-Hotel „Zum Ziel“ in Grenzach.

Das Ehepaar hat zwei Kinder im Alter von zwei und dreieinhalb Jahren. Um Beruf und Familie zu vereinen, bot sich das Konzept der Selbstständigkeit an. Den Tipp, dass die Dorfmitte Holzen einen Pächter für die Gastronomie sucht, erhielten sie von Jakob Brasch und Sunny Städter vom „Schlüssel“ in Zell-Pfaffenberg. Das wiederum erfuhren die Gastronomen von ihrem Gast, nämlich Elisabeth Zumkehr, kreativer Kopf sowie Organisatorin des Kunsthandwerkermarkts und Mitglied der Genossenschaft Dorfmitte Holzen.

Freude am Experimentieren mit Gewürzen und Aromen

Schnell waren die Kontakte geknüpft – „wir waren gleich auf einer Wellenlänge“, erzählt Jeannine Blessing. Das war Ende 2024. Ursprünglich war die Eröffnung bereits für den Herbst 2025 geplant. „Die Idee musste noch reifen, wie wir Gastronomie und Familie zusammenbringen.“ Bei der Betreuung der Kinder wird das Paar von den Eltern und Schwiegereltern unterstützt. Und nun können sie es kaum erwarten, bis das Pop-up am Freitag, 12. Juni, eröffnet.

Auf der Karte spiegeln sich die beruflichen Stationen von Philipp Blessing wider: Einflüsse der klassischen französischen Küche, gehobene gut bürgerliche Küche und die Freude am Experimentieren mit Gewürzen und Aromen. Wenn es auf der Vesper-Karte „Auf zu neuen Ufern“ heißt, darf das wörtlich genommen werden: zweierlei Sauerteigbrot mit hausgemachter Pastrami, Dillgurken, eingelegten roten Zwiebeln, Curryhummus, Croquetas mit Serrano-Schinken, Chipotle Mayo und gegrillte Aubergine mit Pecorino.

Als Dessert hat sich Blessing von einem Rezept aus Südafrika mit Sauerampfer-Joghurt, Erdbeeren und Vanillecrumble inspirieren lassen.

Den Gästen eine „rundum gute Zeit“ bieten

Als ausgesprochene Weinliebhaber legen Blessings großen Wert auf die Weinkarte. Darauf finden sich Weine aus der Region, aber auch aus Südafrika, Italien und Frankreich.

Für den Service zeichnet Jeannine Blessing verantwortlich. Gastgeberin sein mit Herzlichkeit, den Gästen ein unaufdringliches Wohlfühlambiente bieten, ehrliche Produkte mit Liebe und Aufmerksamkeit gekocht und serviert, so dass die Gäste eine rundum gute Zeit in der Dorfmitte genießen, das ist ihr erklärtes Ziel.

Das Blessings Pop-up ist künftig Freitag und Samstag von 18 bis 23 Uhr geöffnet, warme Küche bis 21 Uhr, kleine Karte bis 22 Uhr. Samstags gibt es von 15 bis 18 Uhr Eis und kleine Snacks. Weitere Infos finden sich online unter www.restaurantblessings.de.