Aus der Mühlheimerstraße 4 (links) soll zumindest innen ein Schmuckkästchen werden. Außen soll es so belassen werden. Gemeinsam bilden das Rathaus und Mühlheimerstraße 4 eine Postkartenidylle. Foto: Herold Schwind

Unter dem Motto „Dorfliebe“ machte die Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem Landesbeauftragten für Baden-Württemberg Stefan Hoffmann Station in Empfingen. Bürgermeister Ferdinand Truffner stand im Kegelstüble der Bevölkerung Rede und Antwort.

Als ursprünglich ärmere Gemeinde nahm die Entwicklung Empfingens vor allem mit dem Bau der Autonbahn Fahrt auf. Nun darf sich die Gemeinde zurecht, wie sie sich sehr gerne selbst betitelt, aufstrebendes Kleinzentrum benennen.

 

Beispielhaft für andere Gemeinden Sie ist nicht nur Beispielhaft für Gemeinden gleicher Größe, sie kann sich inhaltlich und umfänglich auch mit weitaus größeren Städten messen. In einem kleinen Fazit lässt es sich in Empfingen mit einer guten Infrastruktur, einem tollen Vereinsleben, welche das gesamte Miteinander garantiert – und hier sei die Fasnet extra erwähnt –, die Sportmöglichkeiten mit dem sehr guten Sportzentrum, Ärzte und Apotheke sind vorhanden. Empfingen liegt auch landwirtschaftlich sehr schön, vor allem mit dem Blick auf die Hohenzollern-Burg, zu der sich Empfingen auch heute noch stark bekennt.

Die Umgestaltung der Wohnsiedlung Reichenhalden in ein modernes Quartier wird eine große Herausforderung sein. Foto: Herold Schwind

Zuletzt muss aber auch die Autobahnanschlussstelle genannt werden, die eine schnelle Erreichung der Großzentren ermöglicht. Die Gemeinde mit dem gestürzten Anker im Wappen hat sich für die Zukunft noch allerhand auf die Fahne geschrieben. Mit den geplanten Vorhaben könnte das Kleinzentrum Erwachsen werden und zum Zentrum wachsen. Um das zu erkunden, nahm Bürgermeister Ferdinand Truffner die anwesenden Bürger mit auf eine Zeitreise, zumindest ins kommende Jahrzehnt.

Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ Wie Bürgermeister Ferdinand Truffner den anwesenden Bürgern erklärte, seien die letzten Jahre über viele finanzielle Mittel in die Empfänger Kindertagesstätten investiert worden. So der Neubau „Die kleinen Strolche“, wo momentan ein Nebengebäude für ein naturpädagogisches Format gebaut werde. Außerdem werde momentan die Sanierung des katholischen Kindergartens zu 90 Prozent mit finanziert. Die provisorischen Modul-Baublöcke sollen nach Fertigstellung des Naturkindergartens wieder abgebaut werden.

Wohnsiedlung Reichenhalden Die Wohnsiedlung Reichenhalden umfasst sechs Hektar Fläche und ist im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), welche durch aus gewillt wäre, bei einem stimmigen Konzept an die Gemeinde Empfingen zu verkaufen. In einer Ausschreibung konnte das Planungsbüro K9 Architekten aus Freiburg den Wettbewerb gewinnen und sei momentan damit beschäftigt den Plan zu verfeinern. „Je mehr öffentlich geförderter sozialer Wohnraum zur Verfügung stehen wird desto geringer soll der Kaufpreis werden“, erklärte Bürgermeister Ferdinand Truffner. Die Gemeinde will das Grundstück mit Gebäuden kaufen, nur der Bau der Häuser wird über Investoren laufen. Im Moment muss die BIMA alle freien Wohnungen der Gemeinde Empfingen zur Verfügung stellen, um darin Flüchtlinge zu beherbergen. Momentan sind dies 14 Wohnungen und wenn diese nicht zur Verfügung stehen würden müsste die Gemeinde eine Container Siedlung errichten.

Das Katholische Gemeindehaus könnte bald schon in den Besitz der Gemeinde übergehen. Foto: Herold Schwind

Interkommunales Gebiet Kompass81 Das geplante 35 Hektar große Gebiet in Zusammenarbeit mit der großen Kreisstadt Horb beansprucht, dass zehn Hektar Wald gerodet werden müssen, und an anderer Stelle eins zu eins zum Ausgleich wieder aufgeforstet werden müssen. Die Waldaufforstung wird auf Horber und Empfinger Gemarkung erfolgen. Es können bis zu 2000 Arbeitsplätze entstehen.

Die Ortsumfahrung Die Ortsumfahrung, welche bereits seit 1972 ein Thema in Empfingen ist, könnte nun ein Stück voran kommen, denn die Planungsunterlagen liegen nämlich derzeit beim Verkehrsministerium. „Probleme könnte es mit den angesiedelten Feldlerchen geben, denen ein neues Habitat zur Verfügung gestellt werden muss“, erklärte Truffner.

Ortsmitte und Gemeindehaus Das Gebäude in der Mülheimer Straße 4 direkt neben dem Rathaus hat die Gemeinde käuflich erworben und das nicht ohne Grund. „Das historische Gebäude muss außen so erhalten bleiben, da es mit dem Rathaus und der Kirche zusammen eine Postkarten-Idylle verbreitetet. Deshalb muss die Gemeinde den Finger drauf haben“ erklärte Ferdinand Truffner. Die Gemeindeverwaltung plant auch den Rathausvorplatz zu verändern und einen barrierefreien Zugang zum Rathaus schaffen möchte. Aktuell zeige die Gemeinde durchaus Interesse, das zum Verkauf stehende katholischen Gemeindehaus zu erwerben. Allerdings müsste zunächst ein Sanierungsfahrplan erarbeitet werden.