Am Überauchener Dorfhaus macht man sich an die Freiraumgestaltung, 1,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung (von links): Bauleiter Dieter Schiller, die Landschaftsarchitekten Gregor Depta und Lisa Kibele sowie Eric Elsäßer und Patrick Lutz vom Bauamt der Gemeinde.Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Dorfhaus: Freiraumgestaltung in Überauchen hat begonnen / Materialpreise steigen deutlich

Rund um eine Baustelle ist es immer schmutzig, in Überauchen ändert sich das Bild aber nach und nach. Die Freiraumgestaltung am Überauchener Dorfhaus hat begonnen, das Wort haben jetzt die Landschaftsarchitekten.

Brigachtal. Gregor Depta und Lisa Kibele sind fortan häufiger im Brigachtaler Ortsteil zu sehen und achten auf die Umsetzung ihrer Pläne, das Duo ist in Überlingen am Bodensee ansässig. Satte 1,5 Millionen Euro stehen für die Gestaltung zur Verfügung – man darf also gespannt sein.

Das Dorfhaus ist eine markante Neubauinvestition in Brigachtal, auch außen soll alles so adrett wie möglich werden. Im ersten Bauabschnitt wird viel Pflaster gesetzt, der Wasserlauf dominiert den zweiten Abschnitt. Nach der Pflasterung haben Depta und Kibele eine lange Verschnaufpause, die Freiraumgestaltung setzt sich erst nach dem Bau der neuen Kindertagesstätte Bondelbach fort.

"Vor die westliche Dorfhaus-Front wird ein Baum gesetzt, dort entsteht ja auch der künftige Dorfplatz. Die Restaurierung des abgebauten Obelisken läuft gerade", so Kibele. Der Bodenbelastung scheint man in Überauchen Herr zu werden, Öl- und Arsenrückstände wurden gefunden. "Wir haben vor dem Dorfhaus eine leichte bis mittlere Belastung und können reagieren", geben sich Bauleiter Dieter Schiller und Patrick Lutz vom Gemeindebauamt zuversichtlich. Schiller verweist wie Lutz auf die Lieferkettenproblematik und die explodierenden Materialpreise: "Die USA und China scheinen alles Holz aufkaufen zu wollen. Desweiteren muss ich für Stahl mittlerweile das Doppelte bezahlen. Heimisches Holz ist ausreichend vorhanden, wird aber an potente ausländische Bieter veräußert."

Für die Dorfhausverkleidung hat es aber noch gereicht, diese besteht zu hundert Prozent aus regionalem Fichtenholz.