Noch vor Sonnenaufgang kneten, flechten, backen: In Schönbronn sorgen Mitglieder des Dorfgemeinschaftsvereins mit fast 50 Weihnachtsbrezeln für strahlende Gesichter im Ort.
Der Dorfgemeinschaftsverein Schönbronn setzt sich seit mehr als zehn Jahren dafür ein, die Gemeinschaft im Ort zu stärken. Dazu gehört nun auch zum achten Mal das weihnachtliche Brezelbacken.
Auch in diesem Jahr haben sich jüngst einige Vereinsmitglieder im Backhaus Schönbronn getroffen, um diesem vorweihnachtlichen Ritual nachzugehen.
Der Fokus liegt auf Senioren und jungen Familien
Ganz im Sinne des Vereins ist die Idee hinter der Aktion, mit den Bewohnern in Kontakt zu kommen und so die Gemeinschaft zu stärken. Beim Brezelbacken liegt der Fokus vor allem auf den Senioren und jungen Familien.
Vor acht Jahren kam die Idee des weihnachtlichen Brezelbackens auf. „Und da wir in Schönbronn ja auch ein Backhaus haben, das regelmäßig zum Backen genutzt wird, bietet sich das ja an“, erzählt Vereinsmitglied Anna-Lena Seeger.
Gemeinsam trafen sich die Mitglieder, um die selbst gebackenen Brezeln anschließend an Senioren zu verteilen, die in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden sind, sowie an Paare, die in diesem Jahr Nachwuchs bekommen haben. „Man macht sich also schon das Jahr über Notizen: Wo wird jemand 80 Jahre alt und in welcher Familie kamen neue Kinder dazu“, erklärt Seeger. In diesem Jahr wurden mit Unterstützung von zehn Helfern insgesamt 25 Senioren und elf Kinder aus dem Ort mit Brezeln beschenkt.
Das vorweihnachtliche Brezelbacken startet um 6 Uhr
Frühmorgens um 6 Uhr trafen sich die Mitglieder am Backhaus, um den Brezelteig vorzubereiten – wie das Bäcker eben so machen. Gegen 10 Uhr ging es dann für die Helfer ans Kneten, Formen und Zöpfe flechten.
Gegen 13 Uhr lagen schließlich fast 50 Brezeln braun gebacken und verzehrfertig im Backhaus. Anschließend machten sich die fleißigen Bäcker auf den Weg, um die frisch gebackenen Brezeln zu verschenken. Natürlich mussten die Helfer auch testen, ob der Brezelteig gelungen ist: „Wir haben alle als Helfer auch eine Brezel gegessen, und die haben sehr lecker geschmeckt“, erzählt Seeger und lacht.
Einige Anwohner ahnen natürlich schon etwas von ihrem Glück. „Aber die Familien mit Kindern sind immer sehr überrascht“, freut sich Seeger. Und es ist offenbar eine gelungene Überraschung: „Das ist wirklich schön: Man kann Familien unterstützen, ins Gespräch kommen und die Bewohner freuen sich, wenn man an sie denkt“, erklärt sie. Auch im kommenden Jahr dürfen sich Familien mit Neugeborenen und frisch gewordene 80-Jährige auf eine Weihnachtsbrezel freuen, kündigt Anna-Lena Seeger an.