Der Auftritt der Wombats aus Schonach ist der Höhepunkt am Samstagabend. Foto: Hella Schimkat

Das Dorffest am Wochenende war der absolute Hit und zog nicht nur Unterkirnacher Bürger und Feriengäste, sondern auch Besucher aus der näheren Umgebung an.

Nach dem gelungenen Fassanstich durch Bürgermeister Andreas Braun stürmten die Kinder der Kitas St. Elisabeth und Arche die Bühne.

 

Jetzt war Tanzen, Hüpfen und Singen angesagt. Vor der Bühne drängten sich kleine und große Zuschauer und die Eltern. Die Sonne tat ihr Bestes, und zwar an beiden Tagen, um die Stimmung noch weiter anzuheizen.

Die Vereine boten reichlich Kulinarisches an. Kaum hatten sich die Besucher einen Kuchen oder Bratwurst und Pommes gegönnt, drängten sich Bambini und Schüler am Start. Der Lauf, veranstaltet vom Lauftreff, ist schon eine Institution beim Dorffest. Eltern hatten ihre Kameras und Handys gezückt, um auf keinen Fall den Start ihres Nachwuchses zu verpassen.

Eine Runde in Richtung Talsee

Die Bambini rannten zuerst los – eine Runde in Richtung Talsee und wieder zurück betrug 600 Meter. Das schafften sie locker, die meisten hätten auch noch mehr gekonnt. Zieleinlauf war unweit des Starts neben der Bühne.

Meinrad Beha, Gründer des Bambini-Laufs und unzählige Jahre Vorsitzender des Lauftreffs, hatte den Stab zwar an „Jüngere“ übergeben, aber dabei zu sein war ihm trotzdem wichtig. Er ordnete die Läufer auch am Start, damit sie nicht übereinander stolperten.

Beim Kinderschminken entstehen farbenfrohe Kunstwerke in den Gesichtern der Kinder. Foto: Hella Schimkat

„Wir haben 100 Teilnehmer, davon sind ein Drittel Bambini und zwei Drittel Schüler“, erklärten die schwer beschäftigen Veranstalter, die jeden Teilnehmer im Ziel notierten. Später gab es Pokale und Sachpreise. „Wir haben die Kinder in mehrere Jahrgänge aufgeteilt“, betonten sie.

Die Schüler rannten zwei Runden und waren noch lange nicht am Ende ihrer Kräfte, sie hätten locker noch mehr Runden laufen können, meinten einige.

Fetzige Musik der Fanfaren- und Bergstadtfetzer

Während Bambini und Schüler rannten und rannten, scharrten die Fanfaren- und Bergstadtfetzer mit den Füßen, durften sie doch anschließend fetzige Musik machen. Vor einem Jahr hatten sie sich gegründet, zur Hälfte aus dem Fanfarenzug Unterkirnach und den Guggenmusikern aus St. Georgen. 28 sind sie insgesamt, und machten ordentlich laute Guggenmusik auf dem Mühlenplatz.

Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Arche bereichern das Programm beim Dorffest. Foto: Hella Schimkat

In der „Löschbar“ der Feuerwehr Unterkirnach war Party angesagt, am Mühlrad war Barbetrieb, am Bierstand bildeten sich streckenweise lange Schlangen – und ab 20 Uhr machten die „Wombats“ aus Schonach außergewöhnliche, hervorragende Musik: Es gibt uns in zwei Gruppen, zu dritt und zu Sechst, erklärte Rebecca Peschke an der E-Geige im Gespräch mit unserer Redaktion.

In Unterkirnach waren sie zu dritt: Rebecca Peschke, E-Geige und Gesang, Wolfgang „Schorle“ Schyle, Gitarre, und Ralph „Steckle“ Schneider, Keyboard und Gesang.

Viele irische Songs im Repertoire

Sie hatten viele irische Songs im Repertoire, aber auch Rockmusik, sie rissen mit ihren starken Stimmen und exzellentem Spiel die Besucher mit. Zum Glück war viel Platz vor der Bühne, denn es wurde getanzt – und zwar ausdauernd, das Konzert der Wombats war der absolute Höhepunkt des Samstagabends.