Die Vorbereitungen waren nicht immer einfach, räumten die Organisatoren ein. Das Ergebnis konnte sich aber wirklich sehen lassen: Das Dorffest in Dobel glänzte mit vielfältigen Angeboten.
Dobel - Nach drei Jahren Pause gab es wieder ein Dorffest der Vereine bei gutem Wetter im Kurparkgrün und auf dem Dorfplatz in Dobel.
Bürgermeister Christoph Schaack eröffnete für die bürgerliche Gemeinde, mit der eng zusammengearbeitet worden war, und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass "endlich wieder ein Stück Normalität einkehrt". Die wichtigsten Personen des zweitägigen Festes, betonte er, seien die Vereins- und Organisationsmitglieder, allen voran Tanja Koch vom Musikverein und Werner Stängle von der Freiwilligen Feuerwehr. Im Tandem hätten sie die Organisation des Festes sicher in der Hand gehabt.
Kein Spritzen und kein Schäumen
Stängle versprach, man habe sich "viel einfallen lassen". Zum Tusch der Blaskapelle des Musikvereins nahmen Schaack und Stängle, unterstützt von der Doblerin Monika König und Johannes Schweizer, beide Brauhaus Pforzheim, den Fassanstich vor. Fast zu souverän – gab es doch kein Spritzen und kein Schäumen.
Kulinarisch ging es von der bekannten Musikerbratwurst des Musikvereins bis zu Salat-Bowls von den Jugendlichen der Offenen Jugendarbeit, von badischen Prädikatsweinen vom Bioweingut Maier in Baden-Baden (mit Käseteller als Grundlage kredenzt) – da wo Musikerkollegin und Winzerin Madeline Garke arbeitet – bis hin zur Beerentraum-Bowle der frisch in Beerenpink eingekleideten Damen vom Grill, Gabi Stängle und Kathrin Naumann. Die aber auch deftig konnten mit Ochsenmaulsalat oder Kutteln. Wer lieber Kaffee und Kuchen genoss, erhielt das beim TSV.
Tombola erweist sich als Renner
Dazu gab’s Torwandschießen der Sportfreunde sowie Kinderkarussell und Hüpfburg, einen Infostand der UNA Tiernotrettung, Kinderauftritte und -animation des TSV und gegen später eine vom Bauwagenteam betriebene Bar, ergänzt um Cocktails der Jugendfeuerwehr. Auch der Sonntagsgottesdienst im Grünen sowie das Musikvereins-Frühschoppenkonzert wurden in die Veranstaltung eingebettet.
Renner war unter anderen die Tombola des Fördervereins Grundschule. Lockten doch viele teils richtig wertvolle, von Unternehmen und Selbstständigen großzügig gespendete Preise.
Dass die Vorbereitungen nicht immer einfach gewesen waren, gestand das Organisatorenduo Koch und Stängle: Durch die längere Coronapause hätten sich manche Vereine nicht mehr motivieren lassen, andere hätten schlichtweg nicht genug Mitglieder als Helfer zur Verfügung stellen können. So freuten sie sich, dass mit der Vitaloase von Stefan Naumann, einer patentierten, mobilen Eigenbau-Sole-Sauerstoff-Kabine, ein neuer, kreativer Dobler Wellnessbeitrag vorgestellt wurde. Schnuppersitzung inclusive.
Touristikleiterin Rahel Schilling verfolgte aufmerksam, dass auch vorbeikommende Wanderer das Angebot des Dorffestes annahmen. In erster Linie aber nutzten die Dobler selbst das Fest zu Geselligkeit und Austausch.