Zwischen 15 und 59 Babys kamen je nach Gemeinde im vergangenen Jahr im mittleren Kinzigtal zur Welt. Foto: Unsplash

294 Kinder sind im Mittleren Kinzigtal im vergangenen Jahr zur Welt gekommen. Fast alle jungen Bürger in den einzelnen Gemeinden tragen einen individuellen Vornamen.

Knapp unter 300 Geburten verzeichnen die Kinzigtäler Gemeinden insgesamt für das vergangene Jahr. Wie groß der Neuzuwachs jeweils war, welche Vornamen besonders oft vergeben wurden und wie die Statistik im Vergleich zum Vorjahr aussieht, haben die Verwaltungen auf Nachfrage unserer Redaktion erläutert.

 

Haslach: Im vergangenen Jahr wurden beim Standesamt in Haslach 59 Geburten beurkundet. Jedes der zur Welt gekommenen Mädchen trägt einen anderen Vornamen, bei den Jungen doppeln sich die Namen Carlo, Paul und Samuel – Platz 28, sieben und 29 im deutschlandweiten Vergleich. Im Jahr zuvor waren es 55 Geburten.

Hausach: 22 Mädchen und zehn Jungen sind im Laufe des vergangenen Jahres in Hausach gemeldet worden. 2024 waren es 46 Kinder – mit 23 Mädchen und 23 Junge gleichmäßig verteilt. Jedes der Kinder hat einen anderen Namen, bis auf einen Mädchennamen, der doppelt vergeben wurde. Welcher das ist, teilt die Gemeinde nicht mit. 2025 sind alle Babys in den umliegenden Krankenhäusern zur Welt gekommen, während es 2024 auch zwei Hausgeburten in Hausach gegeben hatte.

Wolfach: 41 Neugeborene durften die Wolfacher im vergangenen Jahr begrüßen – 23 Mädchen und 18 Jungen. Im Jahr zuvor waren es 32 Kinder. Der Vorname Emilia kam bei den Mädchen doppelt vor, Jaron bei den Jungen. Bei „Emilia“ dürfte das nicht groß überraschen, denn seit 2010 wurden in Deutschland etwa 76 200 Mädchen Emilia genannt, der Vorname landete im vergangenen Jahr auf Platz drei der Hitliste – in Baden-Württemberg war der Name sogar Spitzenreiter.

Der in Wolfach doppelt vorkommende „Jaron“ ist im deutschlandweiten Vergleich wiederum eher ungewöhnlich – er befand sich 2025 auf Platz 187 der am häufigsten vergebenen Jungennamen. Etwa die Hälfte aller bundesweit zur Welt gekommenen Jungen trägt einen der 60 beliebtesten Vornamen.

Oberwolfach: Zur Bevölkerung der Gemeinde kamen im vergangenen Jahr 19 Babys dazu, etwas weniger als im Vorjahr – da waren es 25. Jedes der Kinder trägt einen anderen Vornamen.

Steinach: Einen deutlichen Anstieg an Geburten konnte die Gemeinde Steinach verzeichnen – 38 Kinder sind dort im Jahr 2025 gemeldet worden, im Jahr zuvor waren es 28. Ganze drei Mal wurde 2025 der Vorname Lina vergeben – bundesweit nahm er Platz fünf der Rangliste ein. Die Mädchennamen Lena und Mara wurden in Steinach jeweils zwei Mal vergeben.

Auch anderswo erfreuten sie sich großer Beliebtheit, Lena erreichte in ganz Deutschland Platz 42 und 57. Bei den Jungen führt Theo die Steinacher Liste an – diesen Namen tragen dort ebenfalls drei Babys. Genau wie „Lina“ erreichte auch dieser Vorname Platz fünf im Deutschland-Vergleich. Leon und Mats wurden jeweils zwei Babys genannt, bundesweit landeten die beiden Jungennamen auf Platz acht und 36.

Hornberg: 38 neue Hornberger kamen im Jahr 2025 zur Welt. Zwei der Kinder tragen den Mädchennamen Sara, ansonsten kam kein Vorname doppelt vor. Bundesweit nimmt Sara Platz 41 der Mädchennamen ein, wobei die Schreibweise „Sarah“ deutlich häufiger vorkommt. Wie in einigen anderen Gemeinden kamen auch in Hornberg mehr Mädchen als Jungen zur Welt – 23 der Babys sind weiblich und 15 männlich. 2024 waren es 31 Geburten, eine davon war eine Hausgeburt in Hornberg selbst.

Gutach: 18 Kinder wurden im vergangenen Jahr in der Bollenhutgemeinde registriert, drei mehr als 2024. Die meisten von ihnen kamen in der Klinik in Offenburg zur Welt, aber auch in Gutach gab es eine Hausgeburt. Verwechslungsgefahr wird es zwischen den jungen Bürgern wohl eher nicht geben, denn jedes der Kinder hat einen anderen Namen bekommen.

Hofstetten: Zehn Jungen und neun Mädchen verzeichnete die Gemeinde Hofstetten im vergangenen Jahr – 2024 waren es fünf Jungen und neun Mädchen. Auch in Hofstetten müssen die Kinder des Jahrgang ihre Vornamen nicht teilen, zumindest nicht innerhalb ihrer Gemeinde – jeder der Namen wurde nur einmal vergeben.

Mühlenbach: Doppelt so viele Mädchen wie Jungen konnte die Gemeinde Mühlenbach im Jahr 2025 verzeichnen – zehn zu fünf. Die 15 neuen Mühlenbacher tragen alle individuelle Vornamen. Im Jahr zuvor waren es 22 Geburten.

Fischerbach: In den Krankenhäusern der Region erblickten im vergangenen Jahr 15 neue Fischerbacher das Licht der Welt. Von den neun Mädchen und sechs Jungen trägt jeder einen eigenen Namen. 2024 waren es zwölf Geburten, davon eine Hausgeburt.

Wie häufig die beliebtesten Vornamen wirklich vorkommen

Die Häufigkeitsverteilung der Babynamen im Kinzigtal ist kein einzigartiges Phänomen. Die Rangliste der beliebtesten Vornamen nimmt seit einigen Jahren immer weniger Anteil von der gesamten Liste ein. 1964 war „Thomas“ der am häufigsten vergebene Jungenname in Deutschland – 30 000 Kinder haben ihn bekommen. Im Jahr 2014 war „Ben“ die Nummer Eins mit circa 7500 Namensträgern. Es gab also viermal so viele Thomas des Jahrgangs 1964 wie Bens des Jahrgangs 2014, obwohl beide Vornamen jeweils den ersten Platz einnehmen. Schaut man historisch noch etwas weiter zurück, wird die Namensvielfalt noch geringer. Während 1917 noch mehr als vier Prozent der Neugeborenen den beliebtesten Vornamen trugen, waren es 2017 noch knapp mehr als zwei Prozent. Von hundert Kindern hatten 1917 außerdem 84 einen Vornamen aus den Top 100, während es 2017 nur noch 56 Kinder waren. Der Trend geht immer mehr hin zur Einzigartigkeit, zeigt die Statistik. Eltern von Mädchen wählen häufig etwas ausgefallenere Namen als Eltern von Jungen, wobei sich diese Tendenz schon seit Beginn der Aufzeichnung hält.