Bei herrlichem Wetter zog ein bunter Lindwurm durch Dettingens Straßen. Die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand konnten zweimal den Umzug genießen und diese Besonderheit gibt es in Schneckengraberhausen.
Pünktlich um 13.30 Uhr setze sich der Zug in Bewegung, der traditionell von der Dettinger Musikkapelle unter der Leitung von Volker Wälde angeführt wird. Danach kommen die komplette Schneckengraberzunft als Gastgeber mit den Garde- Mädels und dem neuen Prinzenpaar. Prinzessin Carmen und Prinz Tobias (Steinke) von Muri gaben sich im offenen Cabrio die Ehre. Die Schneckengraber verteilten fleißig ihre Brezeln, die auf ihrem „Häuble“ aufgestapelt sind, an die Zuschauer und der Schantel, oder auch „Muri- Dabber“ genannt, versorgte die Kleinen und Großen am Straßenrand mit Süßigkeiten. Der Narrenrat hatte die Linsenbühlhexen und die wilden Gesellen der Zunft, nämlich die Kohlwald- Köhler im Schlepptau. Da war niemand vor ihren Streichen wirklich sicher.
Wild ging es mit den Moaralochhexen ebenfalls aus Dettingen gerade so weiter. In ihrem Hexenwagen verschwand so mancher Zuschauer. Die Rennhennen und die Ü30-Damen vom TSV bereichern jedes Jahr aufs Neue den Umzug. Die Rennhennen als nachhaltige mobile Waschstraße und die Ü 30-Damen mit mobilen Bikes.
Viele Zünfte sind zu Gast
Die Narrenzunft aus Rohrdorf mit ihren Eierknackern, Mauerholz-Leut, Garde und Zunftrat bereicherten den Lindwurm vor den Bisinger Butzen. Ihr Butzenhäs besteht aus einer schwarzen Kopfmaske mit vielen bunten Bändern und zahlreichen Glöckchen. Die Altheimer Narrenzunft war mit der Musikkapelle mit von der Partie. Und die Altheimer Krabba flogen auch in Dettingen. Eine weitere Narrenzunft aus dem Stadtgebiet, nämlich aus Bildechingen war auch am Start. Vom Blockstrecker über Riedhexen, Tanzgarde, Narrenrat bis zu den wilden Medrach- Keiler aus Blockstreckerhausen alles dabei.
Die Seebronner Narren waren mit den Häder- Hexen samt Wagen mit von der Partie. Die Schombeler und Spittl-Bajas mit Narrenrat machten die Seebronner Zunft komplett. Mit ihren umgebauten bunten Mofas, die wild durch die Straßen fuhren, machte die Mohopser aus Göttelfingen Furore. Vor den Hexen aus Ostelsheim war die Narrenzunft aus Hochdorf am mit ihren Daxburghexen, Maiwaldteufel, Erdmahle und den Zwoasäckle am Start. Für Musik im Zug sorgte aus dem Gäu die Eutinger Musikkapelle.
Gräfin und Graf aus Horb sind dabei
Danach kam eine ganz große Narrenschar. Die Horber Zunft mit Gräfin Ita von Toggenburg (Marie Dörr) und Graf Rudolf von Hohenberg (Felix Weißer) waren ins Hohenzollerische gereist. Von den Hexen über Schantle, Stäpfeleshopser, Horber Kropfer und Stoibrecher war alles dabei. Die Turmschurken machten den Umzug unsicher und der Narrenrat machte das Bild komplett.
Die Brechaloch- Hexen wirbelten vor den Glatter Schlosshexen umher. Aus Eyach waren an den Neckar die Sumpfgeister gekommen. Aus Tennenbronn kamen die Bergwerksleute der Narrenzunft Erzknappen die zudem ihre Guggenmusik mitbrachte. Ebenfalls aus Tennenbronn war die Narrengilde Pfrieme- Stumpe dabei. Nochmals wild ging es zum Abschluss des bunten Zuges mit den Wurzelhexen zu. Nach der zweiten Runde ums Adlereck war im ganzen Flecka ausgelassene Fasnetsstimmung angesagt.