Auch in Schottland erfolgreich am Start: Nathalie Wangler (links) und Jonas Müller. Foto: Brucker Foto: Lahrer Zeitung

Mit zwei Doppelsiegen über fünf Kilometer haben Natalie Wangler und Jonas Müller von den Roadrunners Südbaden gezeigt, dass sie auch zum Ende eines anstrengenden Jahres noch in guter Form sind.

Mit zwei Doppelsiegen über fünf Kilometer haben Natalie Wangler und Jonas Müller von den Roadrunners Südbaden gezeigt, dass sie auch zum Ende eines anstrengenden Jahres noch in guter Form sind. Ebenfalls stark präsentierte sich Torsten Wöhrle beim Marathon auf Teneriffa.

Mit herausragenden Leistungen konnten Wangler und Müller im Sommer und Herbst mehrfach auf sich und die Roadrunners Südbaden aufmerksam machen. Nachdem die Läufe über längere Distanzen wie beispielsweise der London-Marathon im Oktober absolviert worden, starten beide wieder regelmäßig über die kurze Fünf-Kilometer-Distanz. Nun gingen beide erst beim Portobello Parkrun in Edinburgh und eine Woche später beim Oriam Parkrun am Rande der schottischen Hauptstadt an den Start. Trotz anspruchsvoller Strecken wussten beide einmal mehr zu überzeugen.

Beim Portobello-Parkrun galt es, rund einen Kilometer von Portobello Beach entfernt, im Figgate Park drei Runden zu absolvieren. Aufgrund der zahlreichen Wendepunkte und Kurven sowie der welligen Strecke kann der Portobello-Parkrun zwar als recht abwechslungsreich beschrieben werden, gleichzeitig eignet sich der Kurs allerdings eher weniger für die Jagd nach schnellen Zeiten. In einem knappen Rennen, bei dem die ersten vier Läufer innerhalb von nur zehn Sekunden die Ziellinie überquerten, konnte sich Müller nach fünf Kilometern unter knapp 300 Startern durchsetzen und in 17 Minuten fast zwei Jahre nach seinem ersten Sieg dort zum zweiten Mal im Figgate Park gewinnen.

Die Konkurrenz kann nicht mehr folgen

Weniger eng war es für Natalie Wangler. Sie lief von Beginn an allein und somit ihr eigenes Tempo, womit sie nach 19:14 Minuten und somit mehr als zwei Minuten vor der zweiten Frau finishen konnte. Für sie war es bereits der vierte Sieg beim Portobello-Parkrun.

Eine Woche später zog es beide an die Startlinie des Oriam Parkruns. Die Trailstrecke mit Start und Ziel am Oriam Scotland’s Sport Performance Centre, in dem unter anderem die schottischen Fußball-Nationalmannschaft regelmäßig trainiert, führte die Teilnehmer durch den angrenzenden Wald.

Stück für Stück nach vorne geschoben

An der südlichen Stadtgrenze Edinburghs setzten sich drei Läufer rasch vom Rest des Feldes ab. Nachdem Ewan Crawford dem Roadrunner Jonas Müller und Stuart Livingstone, dem Sieger des Loch-Ness-Marathons 2021, nicht mehr folgen konnte, lief das Führungsduo gemeinsam in Richtung einer schnellen Zeit. Auf dem finalen Rennabschnitt konnte dann auch Livingstone das Tempo nicht mehr ganz halten, sodass Müller bei seinem zweiten Start beim Oriam-Parkrun zum zweiten Mal als Sieger finishen konnte. An diesem schönen, trockenen Herbstwetter lief er die fünf Kilometer in 17:11 Minuten.

Bereits auf Gesamtrang fünf lief Wangler bei ihrem ersten Start beim Oriam-Parkrun ein. In 19:41 Minuten lief sie die viertschnellste bisher von einer Läuferin auf dieser Strecke gelaufene Zeit aus insgesamt 30 Veranstaltungen.

Nicht nur in Schottland, sondern auch knapp 3300 Kilometer weiter südlich auf der spanischen Insel Teneriffa wurden die Roadrunners Südbaden erfolgreich vertreten. Torsten Wöhrle ging beim Maratón Santa Cruz de Tenerife zum 18. Mal über die Königsdistanz von 42,195 Kilometern an den Start. Dabei war bei spätsommerlichem Wetter ein nicht gerade einfacher Kurs entlang der Küste und durch die Insel-Hauptstadt zu absolvieren.

Mit etwa 100 Läufern nach den ersten knapp fünf Kilometern vor ihm, schob sich der Marathon-Routinier Stück für Stück nach vorne und schien sich seine Kräfte besser als die meisten seiner Mitstreiter einzuteilen. Nach 3:27:56 Stunden erreichte Torsten Wöhrle das Ziel als 66. Mann und sicherte sich in seiner Altersklasse Máster D mit nur rund eineinhalb Minuten Rückstand auf den Dritten einen starken vierten Platz. Von allen deutschen Startern wurde er am Ende Zweiter.