Führungswechsel bei der Sozialstation Pfalzgrafenweiler, Waldachtal, Grömbach (von links): Geschäftsführer Reinhold Möhrle, die stellvertretende Pflegedienstleiterin Gisela Schöps, der neue Pflegedienstleiter Gert Schreiner sowie Rebecca Dürr, die im Sommer die Geschäftsführung übernehmen wird, und der Zweckverbandsvorsitzende, Bürgermeister Dieter Bischoff. Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder Bote

Umbesetzung: Gert Schreier ist neuer Pflegedienstleiter / Rebecca Dürr übernimmt Geschäftsführung

Mit Gert Schreier hat die Sozialstation Pfalzgrafenweiler, Waldachtal, Grömbach seit Anfang Mai einen neuen Pflegedienstleiter. Seine Vorgängerin Rebecca Dürr wird im Sommer von Kämmerer Reinhold Möhrle die Geschäftsleitung der Sozialstation übernehmen.

Mit Gert Schreier hat die Sozialstation Pfalzgrafenweiler, Waldachtal, Grömbach seit Anfang Mai einen neuen Pflegedienstleiter. Seine Vorgängerin Rebecca Dürr wird im Sommer von Kämmerer Reinhold Möhrle die Geschäftsleitung der Sozialstation übernehmen.

Pfalzgrafenweiler/Waldachtal/Grömbach. Vier Jahre lang war Rebecca Dürr stellvertretende Pflegedienstleiterin oder Pflegedienstleiterin der Sozialstation Pfalzgrafenweiler, Waldachtal, Grömbach, zu der auch Wörnersberg und der Altensteiger Stadtteil Garrweiler gehören. Dann ging sie in Mutterschutz und Elternzeit und übergab die Führungsposition an Mechthild Braun. Als diese dann im Januar dieses Jahres ausschied, sprang Rebecca Dürr kurzfristig ein und lenkte die Geschicke der Sozialstation gemeinsam mit der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Gisela Schöps.

Am 3. Mai trat nun Gert Schreier die vakante Stelle an. Mehr als 30 Jahre lang hat er im Klinikum Nagold auf den Pflegestationen der inneren Medizin in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet – unter anderem in der Onkologie, in der Diabetologie und Nefrologie, zuletzt in der Kardiologie. Der gelernte Krankenpfleger ist vor 22 Jahren mit seiner Frau, die bei der Diakoniestation Nagold tätig ist, und den drei gemeinsamen Töchtern von Pfalzgrafenweiler nach Bösingen gezogen.

Nach 30 Jahren bei demselben Arbeitgeber war in Gert Schreiner der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung gereift. "Ich wusste nur lange nicht, in welche Richtung", so Schreier, der sich schließlich dazu entschied, sich für die Pflegedienstleitung der Sozialstation Pfalzgrafenweiler, Waldachtal, Grömbach zu bewerben und damit eine ganz neue Herausforderung anzunehmen. Heute weiß er: "Das ist der richtige Weg für mich."

Rollentausch der Geschlechter

Der neue Pflegedienstleiter komme zwar aus der Pflege, allerdings aus der stationären und nicht aus der ambulanten, räumt Bürgermeister Dieter Bischoff in seiner Funktion als Verbandsvorsitzender des Zweckverbands Sozialstation ein. Man habe sich dennoch für ihn entschieden und sei überzeugt, dass er mit seiner ruhigen und gelassenen Art gut ins Team passe.

Bei der Einarbeitung wird der Neue in den kommenden zwei Monaten von Rebecca Dürr und Gisela Schöps unterstützt. Und um Mitarbeiter und die zu pflegenden Personen kennenzulernen, wird er auch mal auf der einen oder anderen Tour mitfahren. "Wir hatten lange Jahre eine weibliche Pflegedienstleitung, jetzt haben wir erstmals eine männliche PDL, und wir hatten lange männliche Geschäftsführer und haben jetzt erstmals eine Geschäftsführerin", so Bischoff zum Rollentausch der Geschlechter. Denn im Sommer wird Rebecca Dürr mit ihrem kaufmännischen Wissen und ihrer Kenntnis über die Arbeit in der Sozialstation die Nachfolge von Reinhold Möhrle antreten.

Lange Jahre waren die Kämmerer der Gemeinde Pfalzgrafenweiler auch Geschäftsführer der Sozialstation. Reinhold Möhrle standen für diese Aufgabe ganze zehn Stunden pro Monat zur Verfügung. Viel zu wenig, wie Möhrle erklärt. Schließlich beschäftige die Sozialstation 40 Mitarbeiter, um pflegebedürftige Menschen in fünf Kommunen zu betreuen. Allein für die Mitarbeitergespräche habe das Stundenkontingent nicht ausgereicht, ganz zu schweigen vom Con­trolling, zu dem er als Geschäftsführer verpflichtet sei.

Mit dem Beschluss der Verbandsversammlung, für den Posten der Geschäftsleitung eine eigene 30-Prozent-Stelle zu schaffen, habe man sich, so Verbandsvorsitzender Bischoff, für die Rückführung zum ursprünglichen System entschieden. Die neue Geschäftsführerin wird deshalb ihren Arbeitsplatz auch nicht mehr im Rathaus, sondern in den Räumen der Sozialstation beziehen. Bischoff ist überzeugt, dass mit der Besetzung beider Positionen "eine gute Lösung" für die Sozialstation gefunden wurde und die Absprache zwischen Pflegedienstleitung und Geschäftsführung optimiert wird.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: