Die Donauschwäbische Blaskapelle Pforzheim spielte Lieder aus der alten Heimat. Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einem Sommerfest und einem Tag der offenen Tür hat der Ortsverband der Donauschwaben Albstadt sein neues Domizil in Tailfingen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Albstadt-Tailfingen - 70 Jahre sind seit der Gründung der Donauschwaben Albstadt, deren Grundstein 1951 durch die Ortsgruppe Ebingen gelegt wurde, vergangen. Zuletzt hatte der Ortsverband 19 Jahre lang in er "Zille" in Truchtelfingen sein Zuhause. Nachdem im Frühjahr der Eigentümer unerwartet den Mietvertrag gekündigt hatte, gelang es dem Vorstandsteam um Matthias Schwarz samt Beirat recht schnell, in der ehemaligen Trikotfabrik Emil Hipp in der Vogelsangstraße 1 auf Langenwand eine neue Heimat zu finden.

Im Erdgeschoss steht den Donauschwaben doppelt so viel Platz zur Verfügung wie in der "Zille". Allen war klar, dass bis zum terminierten Sommerfest am Wochenende sehr viel Arbeit ansteht und eine Fertigstellung kaum zu schaffen sei. Dies hat sich als realistisch herausgestellt. "Wir konnten den Ausstellungsbereich fertig stellen, so dass wir beim Tag der offenen Tür alles zeigen können", sagte Matthias Schwarz.

Dort sind neben einem kompletten Hochzeitszug mit 28 lebensgroßen Trachtenpaaren und 25 kleinen Trachtenpuppen sowie einem Schlafzimmer viele Exponate in Bild und Schrift über die Heimatgeschichte der Donauschwaben dargestellt. Einige Besucher erinnerten sich in der Ausstellung an ihre ehemalige Heimat in Südosteuropa.

"Damit haben wir nicht gerechnet", meinte Matthias Schwarz stolz. Als das Sommerfest am Samstagnachmittag begonnnen hat, waren bereits alle 200 Sitzplätze im Festzelt belegt. Für Schwarz ein Beweis, welch großen Zusammenhalt die Donauschwaben haben. Auch viele Einheimische kamen auf Langenwand, um mit den Donauschwaben zu feiern.

Matthias Schwarz machte bei seiner Begrüßung keinen Hehl daraus, dass das Sommerfest für den Ortsverband überlebensnotwendig ist. "Wir sind durch Corona unverschuldet in eine brenzlige finanzielle Situation gekommen", sagte der Vorsitzende mit Blick auf das volle Festzelt. Er sprach von einem Neu- beziehungsweise Wiederstart auf der Tailfinger Langenwand. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Donauschwäbische Blaskapelle Pforzheim um Leiter Franz Weinhardt mit ersten Polka, Walzer und Märschen, so auch "Schön, dass wir uns heute wiedersehn" für Stimmung gesorgt. Moderator Norbert Merkle überbrachte die Grüße vom Landesvorstand und dem Freundeskreis Donauschwäbischer Blasmusik. Ein Grußwort sprach auch Mariana Peric-Kirschenheuter, Bundesjugendleiterin und Landesjugendleiterin der Donauschwaben in Baden-Württemberg. Die Kapelle und Sängerin Silke PUR, die mit Schlagern, Hits, Country und Rock begeisterte, wechselten sich bis in die späten Abendstunden ab.

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