An den Donauhallen herrschte am Wochenende reges Treiben: Der Mädelsflohmarkt und der Kunst- und Handwerkermarkt lockten zahlreiche Besucher. 54 Händler und Künstler stellten ihre kreativen Waren aus, während das Publikum durch die Hallen schlenderte und sich von den Ausstellern inspirieren ließ.
Geschäftiges Treiben an den Donauhallen: Fast kein Parkplatz ist mehr zu finden. Kein Wunder, dort fanden am Samstag und Sonntag gleich zwei Veranstaltungen statt: Der Mädelsflohmarkt und nebenan im Foyer und im Mozartsaal der Kunst- und Handwerkermarkt.
Organisatorin Martina Wiemer war begeistert, denn 54 Händler, Künstler und Bastler stellten beim Markt der schönen Dinge dieses Jahr ihre Waren aus, wie selbst gemachten Schmuck, Taschen, Textilwaren und Schnitzereien. „Die Resonanz ist großartig, aber das merkt man auch an den zahlreichen Besuchern“, so Wiemer mit Blick auf die Menschentrauben im Foyer und neben ihrem Leierkasten stehend, auf dem sie die Besucher mit Stücken wie „Pippi Langstrumpf“ unterhielt.
Handgenähte Kunstwerke und ein Workshop
Zum ersten Mal war die Rentnerin Renate Chudziak aus Donaueschingen dabei. Sie bot handgenähte Kunstwerke und am Sonntag einen Workshop an. „Slow stitching“ nennt sich ihre Kunstform. Das ist eine intuitive Art zu sticken, ohne Regeln, ohne Plan, ohne Vorlage. Die 76-Jährige ist erst vor zwei Jahren über Youtube auf diesen Trend gestoßen und war sofort Feuer und Flamme. Das Einzigartige daran? „Anders als beim Malen kann man sich während des Schaffensprozesses mit der Nadel immer noch umentscheiden und Nähte wieder lösen und nochmal neu anfangen.“
Nebenan stellte Ingrid Böing aus Rottenburg am Neckar aus. Ihr Mann Georg Böing fertigt filigrane Kunstobjekte wie Skulpturen und Blumennachbildungen aus dünnem Draht. Die Böings besuchen pro Jahr bundesweit sechs bis sieben Märkte. Donaueschingen fahren sie gerne an. „Die Menschen sind sehr interessiert, fragen nach, wie das mit dem Draht funktioniert – und kaufen auch gerne was“, sagte sie.
Auch Martina Wiemer zieht nach zwei Markttagen eine positive Bilanz: „Die Händler waren zufrieden, und ich schätze, dass es auch deutlich mehr Besucher waren als vor zwei Jahren. Am Sonntag beispielsweise war durchgängig etwas los, ab 14 Uhr herrschte regelrechter Hochbetrieb.“