Koch Marco Garofalo sagt, durch den Donauquellsommer kommen die Gäste spürbar seltener. Nun reduziert er die Öffnungszeiten.
Marco Garofalo überzeugt als Gastwirt und Koch in Donaueschingen und deutschlandweit im Fernsehen. Erst im April 2025 hat er in der TV-Kochsendung „Mein Lokal, Dein Lokal – Der Profi kommt“ den Sieg geholt. Eigentlich hat sein Gasthaus Schützen immer von Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Doch nun ist damit Schluss: Über die sozialen Medien informiert Garofalo, dass er ab sofort und bis Ende August nur noch am Wochenende öffnen werde. „Wir schließen unseren Donnerstag vorerst – und das hat seinen Grund“, heißt es in dem Beitrag.
2023 hatte er das Restaurant Schützen in der Josefstraße übernommen. Seine kulinarische Leidenschaft hatte er in der traditionsreichen Küche von Ketterers Engel in Vöhrenbach entdeckt.
Nach Tätigkeiten in renommierten Gourmetrestaurants im In- und Ausland setzt er in der Donauquellstadt auf eine unprätentiöse badische und französische Küche. Wie auch ein paar andere Gastronomen und Einzelhändler, sagt Garofalo, dass er und sein Lokal unter dem Donauquellsommer und den damit einhergehenden Sperrungen und Umleitungen leidet. „Das führt leider zu massiven Staus und erschwerter Erreichbarkeit, besonders für unsere vielen Gäste, die von außerhalb kommen“, schreibt er online.
Sieger bei TV-Wettbewerb
Unserer Redaktion erklärt Garofalo, dass der Donnerstag zwar bislang ohnehin kein Besucherstarker Tag gewesen sei. „Aber nun rentiert es sich einfach nicht mehr, am Donnerstag offenzuhalten.“ Es würden spürbar weniger Gäste verzeichnet. „Auch die Gästezahlen am Wochenende haben seither abgenommen.“ Zwar findet er die Idee des Quellsommers nicht schlecht: „Es ist gut, dass die Stadt was versucht und auf die Beine stellen möchte.“ Jedoch stellt Garofalo auch nach Gesprächen mit anderen Gastronomen fest, dass er nicht der einzige ist, der einen Rückgang der Gästezahlen verzeichnet. „Bei vielen Gastronomen ist die Stimmung derzeit weniger gut. Und ein schlechter Monat aus Umsatzsicht kann für so manche Gastronomen zu einem existenziellen Problem werden“, so Garofalo.