Das Gebäude mitten auf dem Kasernengelände beinhaltet Mensa, Offizierscasino und Waffenkammer. Es wurde erst 2004 erbaut. Foto: Spathelf

Kooperationsvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Grundlage für Nutzungsperspektive.

Donaueschingen - Ein weiteres großes Tagesthema im Gemeinderat wird die Beratung über das weitere Vorgehen bezüglich des Kasernenareals sein. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, die Einleitung eines geordneten Konversionsprozesses für die frei werdenden Flächen einzuleiten, planerisch die Voraussetzungen für die Neuausrichtung des Quartiers vorzubereiten und dem Gemeinderat zeitnah Bericht zu erstatten. In den vergangenen Wochen fanden nun verschiedene Gespräche statt.

Als Ergebnis schlägt die Stadtverwaltung dem Gemeinderat folgendes Vorgehen vor: In den kommenden Monaten wird der Kooperationsvertrag zwischen der Stadt und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) geschlossen. Darin werden wesentliche Eckpunkte festgelegt. Um die Bevölkerung und interessierte Investoren in die Planung einzubinden, ist für Samstag, 28. Juni, eine Zukunftswerkstatt "Konversion" geplant, nach Vorbild der Zukunftswerkstatt vom Frühjahr 2013.

Im Mittelpunkt steht dabei vor allem, eine Nutzungsperspektive zu erarbeiten. Daraus wird ein Ergebnis erarbeitet, dass wieder am Samstag, 11. Oktober in einer erneuten Zukunftswerkstatt vorgestellt wird. Darüber hinaus wird die Stadtverwaltung sich um Zuschussmöglichkeiten kümmern.

Im Sommer wird die Verwaltung den Antrag zur Aufnahme der Konversionsfläche in das Sanierungsprogramm des Landes Baden-Württemberg stellen. Als weiterer Schritt soll im Winter 2014/15 ein Architektenwettbewerb auf der Grundlage eines Rahmenplans ausgeschrieben werden.

Gedanken machte man sich in der Stadtverwaltung auch bezüglich der Organisation der Konversion. Hier empfiehlt man – losgelöst vom städtischen Haushalt – ein eigenes Unternehmen. Ob es hierbei auch zu Neueinstellung kommen wird, ist jedoch fraglich. Stadtbaumeister Heinz Bunse hat dies vor ein paar Wochen noch verneint.

Für diese Tochtergesellschaft der Stadt sieht man zwei Möglichkeiten, eine GmbH oder ein Eigenbetrieb der Stadt. Beide Rechtsformen haben verschiedene Vor- und Nachteile. Eines haben jedoch beide gemeinsam: Die Stadtverwaltung kann flexibler reagieren und schneller Entscheidungen treffen.

Möglich wäre hier beispielsweise auch einen Beirat bestehend aus Gemeinderäten einzusetzen. Ein weiterer Vorteil wäre auch, dass der Kernhaushalt der Stadt nicht mit Schulden belastet würde und somit auch die Stadt freier agieren könnte.

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