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Donaueschingen Wasseroberfläche erblüht auf weißen Polstern

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Der Flutende Hahnenfuß hat sich angespornt von Sonne und warmen Temperaturen auch in und auf der Brigach breitgemacht. Foto: Niederberger Foto: Schwarzwälder Bote

Donaueschingen (hon). Der Flutende Hahnenfuß macht sich aufgrund der hohen Temperaturen in und auf den Fließgewässern der Region breit.

Geht von den weiß blühenden Pflanzenteppichen, die in diesen Tagen auf Brigach, Breg und Donau zu beobachten sind, eine Gefahr für das ökologische Gleichgewicht der Flüsse aus? Und was passiert, wenn ein Badender die Wasserpflanzen berührt? Von der Blaualge ist bekannt, dass sie bei Kontakt die Haut und die Schleimhäute reizen kann. Wer mit Blaualgen kontaminiertes Wasser trinkt, dem drohen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.

Gerhard Bronner vom Donaueschinger Umweltbüro gibt Entwarnung. Bei der zurzeit so üppig wuchernden Pflanze handele es sich um den Flutenden Hahnenfuß (Ranunculus fluitans). Und der sei ein Zeichen dafür, dass es einem Fließgewässer gut gehe. Eine Gefahr für Menschen oder Tiere schließt Bronner aus. Im Gegenteil: Der Flutende Hahnenfuß sei Lebensraum für Kleinorganismen und Rückzugsraum für Fische. Bei der Pflanze handele es sich um ein einheimisches Gewächs, das ganz typisch für die Flüsse der Region sei und sich bei hohen Temperaturen besonders gut entwickele.

Der Flutende Hahnenfuß gehört zu den so genannten Tauchpflanzen, deren Unterwasserblätter sich in viele bandförmige Zipfel aufgabeln. Dadurch erhöht sich die Häufigkeit, mit der Nährsalze und die im Wasser gelösten, lebenswichtigen Gase ins Pflanzengewebe übertreten. Das für die Photosynthese wichtige Kohlendioxid steht den Pflanzen im Wasser in etwa genauso großen Mengen zur Verfügung wie an der Luft. Sauerstoff dagegen ist eher Mangelware. Die Stengel der Wasserpflanze werden bis zu sechs Meter lang und bilden in den Gewässern regelrechte Polster. Seine Blüten streckt der Flutende Hahnenfuß von Mai bis August aus dem Wasser.

Anfang der 2000er-Jahre machte der Flutende Hahnenfuß Schlagzeilen, weil er den Rheinfall bei Schaffhausen zum Schäumen brachte und so für ein Naturphänomen sorgte. Forscher fanden damals heraus, dass die Saponine, die aus der Pflanze in den Rhein gelangten, Eigenschaften von Tensiden besitzen, die in Waschmitteln den reinigenden Schaum erzeugen. Die Saponine waren, so die Experten, weder für Schwimmer noch für wasserlebende Organismen gefährlich.

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