Helmut Scherzinger beherrscht noch die Kunst des Dengels des Sensenblatts und führt dies vor. Fotos: Rademacher Foto: Schwarzwälder Bote

Dass das Sensen nicht so einfach ist, wie es aussieht, konnten

Dass das Sensen nicht so einfach ist, wie es aussieht, konnten die Teilnehmer des Sensenkurses der Altersmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr feststellen.

Das Wettmähen in Hubertshofen findet seit 18 Jahren statt. Mit der Sense muss eine Fläche von sieben Metern mit Muskelkraft gemäht werden. Gewertet werden die Schnelligkeit, die Breite der Fläche und die saubere Ausführung. Bei einem kleinen Dorfhock in und um das Gerätehaus findet dann die Preisverleihung statt. Der Termin ist Mitte August, je nach Wetterlage und Grashöhe. Veranstalter ist die Altersmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Emil Tritschler. Sense und Wetzstein sollten mitgebracht werden. Teilnehmen kann jedermann.

Donaueschingen-Hubertshofen. Zahlreich strömten Interessierte in das Ago-Camp. Einige brachten auch ihre eigenen Sensen mit. Bunt gemischt war die Gruppe: Vom blutigen Anfänger bis zu alten Hasen, die ihre Erfahrungen gerne weitergeben, war alles dabei.

Initiator Emil Tritschler begrüßte die künftigen Sensenschwinger. Anlass für diesen Grundkurs war, dass die Teilnehmer beim traditionellen Wettsensen, das seit 18 Jahren im Sommer in Hubertshofen stattfindet, kontinuierlich weniger werden. Viele sind auch älter und schwingen mittlerweile die Sense nicht mehr mit der Leichtigkeit von früher.

Mit dieser Aktion will man wieder junge Mäher gewinnen, so Tritschler. Beim Wettsensen muss man eine Fläche von sieben Metern mähen. Gewertet werden neben der Schnelligkeit auch die Breite und die Sauberkeit der Arbeit. Das diesjährige Wettmähen findet Mitte August statt. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Zuerst zeigte Emil Tritschler kurz den Mähablauf. Schnell bildeten sich verschiedene Gruppen, die sich am Grassensen versuchten. Diejenigen, die das schon öfter gemacht haben, halfen den Neulingen mit zahlreichen nützlichen Tipps. Auch musste die eine oder andere Sense geschliffen werden.

Helmut Scherzinger hatte seinen Dengelstock mitgebracht und zeigte, wie man eine Sense richtig dengelt. Das alte Handwerk beherrscht kaum noch jemand, doch eine Sense "mit einer Flex zu richten" findet er unmöglich. Auch der Winkel des Blattes muss genau stimmen. Jede Sense muss für den Nutzer richtig eingestellt sein. Schnell stellten die Teilnehmer fest, das diese Art, Gras zu mähen, sehr viel Kraft kostet.

Auch die richtige Haltung ist extrem wichtig, sonst hackt man in den Boden oder es bleibt schlichtweg zu viel stehen. Auch einige Kinder durften sich an der Sense versuchen.

Emil Tritschler hofft, dass sich die Teilnehmer des Kurses nun auch trauen, am eigentlichen Wettmähen mitzumachen. Mit den jetzt vermittelten Grundkenntnissen Dengeln, Schleifen, richtiges Einstellen und natürlich auch der richtigen Körperhaltung beim Mähen dürfte dem jetzt auch nichts mehr im Wege stehen.