Jetzt geht’s los: Siegfried Bäuerle (links) und Karlheinz Becker (rechts) wollen mit der Stiftung Altenheim St. Michael jetzt Fahrt aufnehmen. Dieter Münzer, der Leiter des Altenheims am Rande des Schlossparks (Mitte), freut sich darüber, Foto: Maier Foto: Schwarzwälder-Bote

Neuer Vorstand will Kapitalstock ausbauen und so im Altenheim mehr als nur Pflichtaufgaben möglich machen

Von Steffen Maier

Donaueschingen. Vor fünf Jahren wurde sie gegründet – aber ihre Aktivitäten entfaltet sie, kann sie erst seit diesem Jahr voll entfalten: Die Stiftung Altenheim St. Michael nimmt Fahrt auf.

Der neue Stiftungsvorstand, bestehend aus Karlheinz Becker, Matthias Lippold und Eleonore Winterhalter, sowie der Stiftungsrat um Siegfried Bäuerle, Martin Feyerlein, Jens Kistenbrügger, Hubert Romer und Julia Hennig haben sich einiges vorgenommen. Wegen satzungsrechtlicher Schwierigkeiten und Problemen mit Bestimmungen des Heimgesetzes – unter anderem dürfen keine in Diensten des Altenheims stehenden Personen Ämter bei der Stiftung innehaben – blieb die im September 2006 ins Leben gerufene Stiftung Altenheim St. Michael lange Zeit untätig. Doch all das ist jetzt überwunden. Los geht’s.

Stärker als bisher soll die Stiftung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, aber auch in das der Bewohner von St. Michael gerückt werden. Ziel ist es, das Stiftungskapital zu erhöhen – durch Spenden, aber auch durch Erbschaften. Alleiniger Stiftungsbegünstigter aus den Erträgen ist das Altenheim St. Michael und dessen Bewohner. Bereits unterstützt wurden in diesem Jahr der Bau der Außenanlage, die für Therapiezwecke genutzt wird, aber auch der Aufbau und die Pflege des Ehrenamts. "Wir wollen mit der Stiftung für St. Michael mehr als nur die Pflichtaufgaben eines Altenheims möglich machen", sagt Stiftungsvorstand Karlheinz Becker.

Um eine stärkere Wahrnehmung zu erreichen, sind für dieses Jahr einige Aktionen geplant. So werden Bewohner des Altenheims zum Auftakt des Reitturniers am 22. September in Kutschen beim Umzug mitfahren (siehe dazu auch den Artikel am Fuß dieser Seite); am 23. Oktober spielt die Stadtkapelle eine Herbstmatinee im Altenheim. In Kooperation mit dem Rotary-Club lädt die Stiftung am 28. November im Rahmen eines Dämmerschoppens zu einem Vortrag von Friedemann Maurer zum Thema "Vom Leben auf der Hochbaar" ein.

St. Michael wurde von 1975 an gebaut, eingeweiht wurde es 1977. Aktuell versorgen 145 Mitarbeiter 210 Menschen im Heim selbst, 90 weitere im Haus am Irmapark. Dieter Münzer, der das Altenheim seit 23 Jahren leitet, steht dem Stiftungszweck mehr als positiv gegenüber: Wie viele Einrichtungen im sozialen Bereich hat auch St. Michael mit einem zunehmenden Kostendruck zu kämpfen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: