Der Vorstand mit (von links) Bernhard Kaiser als Vertreter der Stadt, Beisitzer Martin Bynands, Dirk Beil (Fürstenhaus), Beisitzer Richard Rottenecker, Josef Vogt (Caritas), Vorsitzender Franz Reifsteck, Geschäftsführer Dieter Münzer, Beisitzer Waltraut Lietz-Walter und Vize Ernst Zimmermann. Foto: Rademacher Foto: Schwarzwälder-Bote

Vorstand des Trägervereins genießt volles Vertrauen / 80 Prozent Fachkräfte / Gebäude-Instandhaltung immer teurer

Von Christina Rademacher

Donaueschingen. Volles Vertrauen für den Trägerverein des Altenheims St. Michael: Alle Vorstandsmitglieder wurden in der Jahresversammlung, die nur alle zwei Jahre stattfindet, wiedergewählt.

Insgesamt hat der Verein über 550 Mitglieder. Die Versammlung war gut besucht, was den Vorstand freute, es wurde aber auch dieses Jahr explizit schriftlich eingeladen.

In den letzten zwei Jahren, so der Vorsitzende Franz Reifsteck in seinem Tätigkeitsbericht, fanden sechs Sitzungen statt. Wie personalintensiv ein solches Geschäft ist, zeigte eine eindrucksvolle Statistik: 300 Bewohnern in der Trägerschaft stehen 140 Mitarbeiter gegenüber, also statistisch gesehen kommt fast ein halber Mitarbeiter auf einen Bewohner. Im Gebäude St. Michael leben 210 (160 vollstationär und 44 im Betreuten Wohnen) und am Irma Park 90 Bewohner. 76 Bewohner im Gebäude St. Michael sind in den höchsten Pflegestufen zwei und drei angesiedelt.

Im Hause liegt die Fachkraftabdeckung bei 80 Prozent, obwohl die gesetzliche Forderung bei 50 Prozent liege. Man möchte die hohe Qualität des Hauses sichern. Die Personalkosten sind um 6,3 Prozent in den letzten zwei Jahren gestiegen. Stolz ist Reifsteck auf die Umsetzung der Fassadensanierung West für 1,2 Millionen Euro. Sie sei hervorragend gelungen. Der Grund der Änderung war ein Energiegutachten, das Kältebrücken aufwies. Laut den Berechnungen sei die Baumaßnahme durch Energieeinsparungen in 20 bis 25 Jahre erwirtschaftet.

Geschäftsführer und Heimleiter Dieter Münzer erläuterte, dass die Demenzzielversorgung mehr zunimmt, seit 1. Oktober sind zwei Mitarbeiter, die auf therapeutische Demenz spezialisiert sind, im Hause. Von den 160 Bewohnern sind etwa 80 Prozent leicht bis schwer dement auffällig. Dies ist das Aufgabenfeld der Zukunft. Ein neues Arbeitszeitmodell ist in Arbeit. Die Essenzeiten ändern sich und der Pflege wurde ein längerer Zeitkorridor zugeordnet. Das Gebäude ist 35 Jahre alt und die Instandhaltungskosten sind von 50 000 Euro auf 150 000 Euro im Jahr immens angestiegen.

Anhand eines Bildvortrags zeigte Münzer die Maßnahmen und Veranstaltungen sowie die einzelne Wohnmöglichkeit auf. Auch die Maßnahmen, die mit Hilfe der Stiftung durchgeführt werden konnten, so wie der überdachte Außenplatz und der neu angeschaffte Bus.