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Donaueschingen So blickt Sumpfohren ins neue Jahr

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Rund 100 Gäste kommen zur ersten Gmond 2020. Das Sumpfohrener Bürgerhaus ist voll besetzt. Fotos: Wieland Foto: Schwarzwälder Bote

Mit geballter Frauenpower begrüßte Sumpfohrens Ortsvorsteherin Ancilla Batsching rund 100 Interessierte zur ersten Gmond. Seit den jüngsten Kommunalwahlen besteht das Sumpfohrener Ortschaftsratsgremium nämlich zur Hälfte aus Frauen.

Hüfingen-Sumpfohren. Diese Tatsache passt auch treffend zu Batschings Beschreibung von Sumpfohren: "Sumpfohren ist jung, dynamisch und immer am Puls der Zeit."

Damit dies auch weiterhin der Fall sein wird, werden im kommendem Jahr unter anderem zwölf neue Haushalte an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen. Mit diesem bereits intakten Netz sparten die Sumpfohrener im vergangenen Jahr circa 195 Tonnen CO2 ein.

Bauland contra Landwirtschaft?

Weiteres, wichtiges Thema war das Neubaugebiet, welches an das bestehende Baugebiet "Im Einfang" anschließend wird. Dort gibt es noch zwei freie Bauplätze. Dieses Thema löste bei einigen Sumpfohrenern Diskussionsbedarf aus, da für manche das Neubaugebiet nicht mit der Landwirtschaft vereinbar ist.

Hierzu bezog Bürgermeister Michael Kollmeier Stellung und sagte, dass für ihn diese zwei Punkte sehr wohl vereinbar seien und dass das Neubaugebiet wichtig für die weitere Entwicklung Sumpfohrens sei.

Des Weiteren stellte sich Kollmeier bei dieser Gelegenheit hinter seine Mitarbeiter und Ehrenamtlichen in den unterschiedlichen Gremien, welche unter anderem in Versammlungen über den Standort eines solchen Baugebiets oder die Kosten für Bauplätze entscheiden. Nicht nur in Sumpfohren führten diese Themen derzeit zu Konflikten innerhalb der Gemeinschaft, sondern auch gesamtstädtisch würden sie brandheiß diskutiert. Unumstritten ist die Sanierung der Pfohrenerstraße, welche Sumpfohren mit dem Wiesenackerhof sowie der Verbindungsstraße nach Pfohren verbindet. Bei diesem Thema stimmte Bürgermeister Kollmeier der Forderung des Ortschaftsrates zu, dass hier unbedingt umfassende Tiefbaumaßnahmen erforderlich sind. Er verkündete ebenfalls, dass er erst am Donnerstag dem zuständigen Ingenieurbüro den Auftrag für die Abwicklung dieses Vorhabens gegeben habe.

Ein großes Kompliment machte er dem Ortschaftsrat, da dieser im Haushaltsplan eindeutige Prioritäten gesetzt und er somit dem Gemeinderat seine Aufgabe zur Budgetverteilung einfach gestaltet habe.

Der Bürgermeister ehrte bei diesem Anlass drei langjährige Mitglieder des Ortschaftsrat: Isabella Bolli ist seit 15 Jahren Mitglied des Gremiums, Werner Seiffert bereits seit 20 Jahren. Und auch Ortsvorsteherin Ancilla Batsching wurde für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Ortschaftsrat geehrt, seit fünf Jahren hat sie das Amt der Ortsvorsteherin inne.

Bei diesem Anlass erinnerte sich der Bürgermeister an seine erste Begegnung mit Batsching, bei der sie ihm den teils maroden Zustand der Wege in und um Sumpfohren gezeigt habe und dabei mit dem Auto fast stecken blieb.

"Ancilla Batsching ist eine Persönlichkeit, welche sich in einem besonderen Maß für Sumpfohren einsetzt. Sie findet immer wieder den richtigen Moment und Ton, um Personen von ihren, beziehungsweise den Sumpfohrener Interessen zu überzeugen. Ich schätze die Zusammenarbeit mit ihr sehr", so beschrieb Kollmeier die rührige Ortsvorsteherin.

Sumpfohren ist mit einer Einwohnerzahl von 265 Personen der kleinste Hüfinger Ortsteil. Mit einer konstanten Geburtenrate von drei Geburten pro Jahr zeigt sich jedoch eine positive Entwicklung. Mit jeweils sieben Landwirtschaften im Haupterwerb und sieben Landwirtschaften im Nebenerwerb sowie 13 Gewerbebetrieben zeigt sich Sumpfohren als attraktiver Standort. Der Ortschaftsrat besteht seit dem 1. Juli 2019 aus Thomas Blessing, Isabella Bolli, Manuela Hirt, Stefan Schröder und Werner Seiffert. Zum wiederholten Male zur Ortsvorsteherin gewählt wurde an diesem Datum Ancilla Batsching.

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