In Allmendshofen wird eine Fasnetfigur begraben und eine neue samt Zunft begründet

Donaueschingen (gw). Paukenschlag im Narrennest Allmendshofen: Die von den Allmendshofer Siebenplätzhexen kürzlich gewonnene Hansel-Wette schlägt weiterhin hohe Wellen und mündet nun in ein überraschendes Nachspiel – der Auflösung der Siebenplätzhexen und der Begründung einer neuen Narrenfigur.

 

Bekanntlich hatten einige Mitglieder der mit Abstand ältesten Allmendshofer Hexengruppe am Fastnachtsdienstag 2010 im Gasthaus Hirschen mit den Frohsinn-Traditionsfiguren Ignaz und Severin sowie dem neuen Zunftmeister Michael Lehmann gewettet, dass die Siebenplätzhexen beim diesjährigen Schwenninger Weißnarrentreffen 20 schmucke Hansel samt Gretle auf die Beine stellen würden. Dieses Vorhaben wurde dann am Sonntag, 30. Januar, voll und ganz in die Tat umgesetzt. Als Wetteinlösung werden somit Thomas Höfler und Markus Kuttruff am kommenden Samstag, 5. März, beim MGV-Fasnetabend im Gasthof Adler einen eigenen Programmbeitrag leisten.

Die damalige Wette hatte freilich einen noch viel tiefer greifenden Nebeneffekt: Bei der Nachfeier im Anschluss an den Schwenninger Umzug diskutierten und hirnten nämlich die siegestrunkenen Siebenplätzhexen in einer zwölfstündigen Klausurtagung im Gasthof Adler bis in den nächsten Morgen und fassten schließlich einen geradezu sensationellen Beschluss: Nach zuverlässigen Informationen unserer Zeitung wird die Hexengruppe am morgigen Schmutzigen Donnerstag um 11.11 Uhr am Narrenbaum vor dem Allmendshofer Rathaus ohne großes Wehklagen aufgelöst, und an ihre Stelle tritt neben den Hans Heini Narro eine zweite Narrenzunft in Allmendshofen. Deren neue und gleichzeitig einmalige Fasnetfigur "Hansgret" soll – so Hexenmeister Dedel Gangwolf der Gute im Redaktionsgespräch – beim großen Donaueschinger Umzug am kommenden Sonntag, 6. März, auf einem Motivwagen mit Vor- und Nachgruppe sowie einer eigenen Musikkapelle erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.