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Donaueschingen Sexueller Missbrauch fordert

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Mit vielen Ideen zur Prävention arbeitet die Hüfingerin Christina Gilly seit kurzem für den Verein "Grauzone – Hilfe bei sexueller Gewalt". Foto: Klausner Foto: Schwarzwälder-Bote

Donaueschingen (uwk). So viele Beratungen wie noch nie verzeichnet der Verein "Grauzone – Hilfe bei sexueller Gewalt". "Es war 2012 bislang ein Riesenaufkommen. Es ist viel, viel mehr geworden", sagt Vorsitzende Anja ­Teubert. Die Vorstandsvorsitzende und ihr Team leisten wichtige Arbeit. Dies wird ihnen vielfach bestätigt, wie jüngst bei einer Diskussion im Landratsamt in Villingen.

Der Verein mit Sitz in der Donaueschinger Stadtmühle macht nicht erst seit den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche zahlreiche Beratungstermine mit Opfern und Angehörigen aus. "Wir liegen mit unseren Beratungen auf hohem Level über Jahre hinweg", verdeutlicht Anja Teubert im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Und: "Wir sind kein Selbsthilfeverein, sondern ein Verein, der hochprofessionell tätig ist", verdeutlicht die Vorstandsvorsitzende. Eng arbeite Grauzone unter anderem mit Jugendämtern zusammen. Ohne die Vereinsarbeit ständen Betroffene und Sachbearbeiter in Behörden alleine da.

Und so kämpft Anja Teubert weiter für ihren Verein, um mehr Unterstützung zu erreichen. Im Dezember ist die Donaueschingerin in den Landtag nach Stuttgart eingeladen, um dort die Arbeit des Vereins vorzustellen. Mit dem CDU-Abgeordneten und Landtagspräsidenten Guido Wolf ist sie bereits im Gespräch.

Den weiteren professionellen Weg und ihre Projekte wird Anja Teubert bei ihrem Termin in Stuttgart vorstellen. Seit kurzem fest angestellt ist die Hüfingerin Christina Gilly. Die Sozialwissenschaftlerin erarbeitet ein neues Konzept in der Prävention. Den Impuls dazu gab eine Jugendhilfeeinrichtung aus dem Landkreis, die um Rat fragte, wie am besten über das Thema sexuelle Gewalt informiert werden könnte und was sie tun könnten, wenn es tatsächlich Fälle in ihrem Haus oder unter Mitarbeitern gäben. Dies griff die Grauzone auf und fand mit Christina Gilly eine Expertin fürs Team. Die Hüfingerin hat in Wien studiert und arbeitete beim Caritas-Verband in Freiburg.

Nun stellt die Wissenschaftlerin ein Paket zusammen, strickt an einem Leitfaden und kann sich vorstellen, die Einrichtungen von der Kindertagesstätte bis zu Senioreneinrichtungen zu besuchen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Und noch eine Idee setzt das Team der Grauzone um: Zusammen mit der Dualen Hochschule in VS bildet der Verein einen Mann aus. Er studiert soziale Arbeit und wird praktisch für den Verein tätig sein. "Das Ziel ist, ihn zu übernehmen", erklärt Anja Teubert. Denn: Vor allem seit den Kirchen-Fällen suchten mehr ältere Männer die Beratung von Grauzone auf. Und dies veranlasst Anja Teubert zu einem Appell: "Sexuelle Gewalt betrifft nicht nur Frauen und Kinder, auch Männer sind betroffen."

Weitere Informationen: www.grauzone-ev.de, Telefon 0771/41 11, info@grauzone-ev.de

 
 

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Cornelia Spitz

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