Langgediente treue Vereinsmitglieder, ausscheidende Vorstandsmitglieder und erfolgreiche Einzelschützen und Schützenteams wurden beim Bezirksschützenstag Hochschwarzwald-Baar 2011 am Samstagabend in der Bürgerhalle in Aasen mit Urkunden und Ehrennadeln, Pokalen und Geschenkkörben geehrt. Foto: Winkelmann-Klingsporn Foto: Schwarzwälder-Bote

Nur zwei herausragende DM-Platzierungen

Donaueschingen-Aasen/Schwarzwald-Baar-Kreis (ewk). Ein großes Ereignis der Sportschützenvereine in der Region gab es am Samstagabend in der Bürgerhalle in Aasen. Hier trafen sich 160 Vertreter von 42 Vereinen aus dem Bezirk Hochschwarzwald-Baar zum Bezirksschützentag 2011.

 

Waffengesetz: 30 Prozent Beanstandungen, aber selten bei Schützen

Neben den Regularien und einer beeindruckenden nostalgischen Tanzeinlage würdigte der Donaueschinger Oberbürgermeister Thorsten Frei die gesellschaftlichen Leistungen der Schützenvereine und rechtfertigte die Sportschützenvereine im Blick auf den verantwortungsbewussten und sicheren Umgang mit Waffen und Munition.

Mit den Vorstandswahlen ist auch die künftige Leitung des Bezirksverbandes sicher gestellt. Mit Dieter Düllick an der Spitze, seinem neuen ersten Stellvertreter Armin Berblinger, der neuen zweiten Stellvertretenden Bogensportleiterin Ute Witteler und dem bewährten weiteren Vorstandsteam ist die Leitungsarbeit für die nächsten drei Jahre gesichert.

Den Bezirksschützentag begehen die beiden Schützenkreise 10 und 11, Villingen und Hochschwarzwald-Baar, mit insgesamt 5100 Mitgliedern gemeinsam. Nach den öffentlich geführten Diskussionen um die Verschärfung des Waffengesetzes im Blick auf die Verwahrung von Waffen und Munition mahnte Kreisschützenmeister Michael Reiner (Villingen) hier in den Vereinen zu besonderer Sorgfalt. Oberbürgermeister Frei erinnerte an die lange Tradition der Schützenvereine und dankte für deren wichtige gesellschaftliche Leistungen in den Gemeinden, für Traditionspflege, Breitensport und Jugendarbeit. Was die Verwahrungsauflagen des Waffengesetzes anbetrifft, liege man in Donaueschingen im üblichen Rahmen. Bei 30 Prozent der Kontrollen habe es Beanstandungen gegeben. Allerdings weniger bei Schützenvereinen und Jägern, als bei Privatleuten, wo beispielsweise geerbte Waffen nicht ordnungsgemäß aufbewahrt wurden.

Der 49. Bezirksschützentag geht nach Tennenbronn

Nicht ganz zufrieden zeigte sich Bezirksschützenmeister Dieter Düllick mit den Ergebnissen der Deutschen Meisterschaft für die Region. Bei relativ vielen Qualifizierungen habe es diesmal nur zwei herausragende Platzierungen gegeben, einen ersten Platz für Armin Rothmund von der SSVg Brigachtal und einen zweiten Platz für die Mannschaft Trap der SGi Bräunlingen. Den 49. Bezirksschützentag wird laut Dieter Dillück der Ortsverein Tennenbronn 2012 ausrichten.

u Ehrungen: Die Sportschützen zeichnen sich aus durch jahrelanges treues Engagement in Vereinen. Eine von ihnen ist Erika Kaltenbach, die für ihren langjährigen Einsatz als Bezirksschriftführerin mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet wurde.

Die goldene Verdienstnadel des Deutschen Sportschützenbundes erhielten Michael Reiner, Rudolf Bürer und Renate Fleig. Besonderen Beifall gab es für Oberschützenmeister Jürgen Hall aus Aasen, der mit dem selten vergebenen DSB Ehrenkreuz ausgezeichnet wurde.

Als Vorstandsmitglieder geehrt wurden Andreas Göbel (15 Jahre Bezirksjugendleiter) und Thomas Grüninger, der sein über 20 Jahren die Wettkämpfe organisiert.

u Verabschiedungen: Nach 29-jährigen Einsatz wurde Andrea Ketterer als Damenleiterin verabschiedet. Franz Ketterer gibt seine Leitungsaufgaben auf Bezirks- und Kreisebene nach 26-jährigem Einsatz auf und Bogenreferent Eduard Kaiser nach 18 Vorstandsjahren.

Nach 33 Vorstandsjahren wurde das Schützen-Urgestein Rudolf Höpker verabschiedet. Nachträglich gewürdigt wurde der langjährige Einsatz von Rudolf Fehrenbach.